News des Tages: Chuck Norris ist tot, Donald Trump schimpft im Netz auf die Nato-Partner

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Die Lage am Abend DIPLOMATIE IN GROSSBUCHSTABEN

20.03.2026, 18.02 Uhr

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Chang W. Lee / The NewYorkTimes / Redux / laif

»FEIGLINGE, wir werden uns daran ERINNERN.« Was sich liest wie ein wütend dahingesprühtes Graffito in einer Bahnhofsunterführung, sind in Wahrheit die Worte des US-amerikanischen Präsidenten an die Nato-Partner der USA. Auf der Plattform Truth Social schreibt Donald Trump über die Verbündeten: »Sie wollten sich nicht am Kampf beteiligen, um einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern.«. (Alle Entwicklungen hier live.)

Auch in Großbuchstaben kündigte Trump auf Truth Social an: »VON SEITEN ISRAELS WERDEN KEINE ANGRIFFE MEHR ERFOLGEN auf das äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Field.« Es sei denn, Iran greife »ein völlig unschuldiges Land« wie Katar an, dann würden die USA das Gasfeld zerstören.

Es sei ungewöhnlich, dass der Präsident plötzlich in Großbuchstaben versuche, zu deeskalieren, schreibt mein Kollege Claus Hecking aus Boston. »Dies dürfte kaum aus Sorge um das künftige Wohl der Iraner geschehen, wie er auf Truth Social behauptet. Trump bangt um sein eigenes Standing, daheim in den USA.« Schließlich ließen sich die Nebenwirkungen des Krieges kaum noch kontrollieren.

Um zumindest die explodierenden Energiepreise in Schach zu halten, erwägen der Präsident und seine Gefolgsleute nun »skurrile Maßnahmen«, schreibt Claus – bis hin zur Lockerung der Ölsanktionen gegen Iran.

2. Chuck Norris ist tot

Chuck Norris in »Invasion U.S.A.«

Chuck Norris in »Invasion U.S.A.«

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Publicity Still / United Archives / picture alliance

Es kommt nicht oft vor, dass ich beim Lesen einer Todesnachricht als Erstes eine Flut von unpassenden Witzen befürchte. Heute überkam mich diese Angst, denn: Chuck Norris ist tot.

Der Schauspieler starb im Alter von 86 Jahren, wie seine Familie auf Instagram bestätigte. Bereits am Donnerstag war er laut einem Medienbericht in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Hawaii eingeliefert worden, seine Familie schreibt von einem plötzlichen Tod.

»Das Unmögliche ist eingetreten«, lese ich prompt in einem sozialen Netzwerk. Schließlich galt die Stärke des Actionstars als so legendär, dass sich eine eigene Witze-Gattung darum entwickelt hat. »Chuck-Norris-Witze« sind zum popkulturellen Phänomen geworden, sie handeln davon, dass Norris unbesiegbar und unsterblich ist. (Hier ein Video aus unserem Archiv dazu.)

Jetzt poppen tatsächlich überall im Netz Witze auf, doch sie wirken auf mich gar nicht so geschmacklos wie befürchtet. Hier wird sich nicht über Norris lustig gemacht, sondern allenfalls über den Tod. Hauptsächlich lässt sich aber aus vielen Beiträgen herauslesen, wie sehr seine Fans den Schauspieler gemocht und verehrt haben.

So scheinen die Worte passend, die seine Familie in ihrer Nachricht an die Fans richtet: »Thank you for loving him with us«.

3. Das süße Ende des Ramadan

Süßigkeiten zum Fest des Fastenbrechens

Süßigkeiten zum Fest des Fastenbrechens

Foto: Eman Helal / dpa

Ich erinnere mich noch gut, wie mein Sohn vor zwei Jahren erstaunt berichtete, in einer morgendlichen Erzählrunde in der Grundschule hätten seine beiden muslimischen Mitschüler fast eine ganze Schulstunde lang über das Zuckerfest gesprochen. Was das denn bitte für ein großes Fest sei, über das man 45 Minuten erzählen könne, von dem er selbst aber gar nichts mitbekommen habe?

Wir haben dann über religiöse Feste gesprochen und festgestellt, dass 45 Minuten nicht übermäßig viel sind, wenn man bedenkt, dass die Gespräche über Weihnachten in der Grundschule den ganzen Dezember dominieren. Ich musste mir aber eingestehen, dass auch wir das Fest Eid al-Fitr zum Ende des Ramadan lange kaum auf dem Schirm hatten.

Alle, denen es auch so geht, finden hier das Wichtigste zusammengefasst.

Und all denen, die ab heute feiern, wünsche ich ein schönes Fest.

Was heute sonst noch wichtig ist

  • Frankreich entert erneut Öltanker aus Russland im Mittelmeer: Die französische Marine hält, unterstützt von britischen Streitkräften, einen Ölfrachter aus Russland an. Der Verdacht: Er könnte unter falscher Flagge fahren und zur russischen Schattenflotte gehören.

  • Trump irritiert Japans Regierungschefin mit Pearl-Harbor-Bemerkung: US-Präsident Donald Trump hat ein lange geltendes Tabu gebrochen. Er zog eine Parallele zwischen dem Irankrieg und dem Angriff auf Pearl Harbor und stichelte im Weißen Haus gegen Japan.

  • Wurde Pompeji mit einem antiken Maschinengewehr angegriffen? In den Stadtmauern der berühmten Stadt Pompeji klaffen auffällige Löcher. Laut neuen Analysen stammen sie wahrscheinlich von einer Waffe, die mehrere Geschosse nacheinander abfeuerte.

Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen: »Ich bin Hardcore-Ökologe, Hardcore-Realo und klar für Recht und Ordnung. Die Kombination gibt es sonst nicht«

 »Sie wollen mich aufs Glatteis führen«

Palmer im Tübinger Rathaus: »Sie wollen mich aufs Glatteis führen«

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Daniela Reske / DER SPIEGEL

Boris Palmer sieht sich selbst als »One-Man-Show«. Schlaflose Nächte kennt er, Reue dagegen nicht. Meine Kollegin Christine Keck und mein Kollege Roland Nelles haben mit ihm gesprochen.

Was heute weniger wichtig ist

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Monica Schipper / FilmMagic / Getty Images

Wunder Kritikpunkt: Die Sängerin Doja Cat, 30, fühlt sich von Kritik im Netz teils in ihren Selbstzweifeln bestätigt, sagte sie der amerikanischen »Vogue«. Deshalb halte sie es für Zeitverschwendung, sich überhaupt mit negativen Kommentaren auf Social Media abzugeben: »Es bringt dir nichts, außer einen Teil von dir zu beschäftigen, der in deiner Kindheit entstanden ist«, sagt sie, »einen Teil von dir, der in der Vergangenheit feststeckt

Aus dem Bonner »General-Anzeiger«

Aus dem Bonner »General-Anzeiger«

Entdecken Sie hier noch mehr Cartoons.

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Thomas Plaßmann

 Gewisse Verlorenheit

Popband BTS auf »Arirang«-Albumcover: Gewisse Verlorenheit

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Universal Music

Könnten Sie in das neue Album der K-Pop-Band BTS reinhören. Das ist nicht Ihre Musik? Meine auch nicht. Trotzdem werde ich mir ein paar Lieder anhören – allein, um mitreden zu können. Schließlich sind BTS »die zurzeit erfolgreichsten Popstars der Welt«, wie mein Kollege Andreas Borcholte aus dem Kulturressort schreibt: »Sie sind die Beatles und die Backstreet Boys der Generation Z.«

An diesem Wochenende feiern BTS ihr Comeback, nachdem sie vier Jahre lang von der Bühne verschwunden waren: Die sieben Musiker haben in dieser Zeit ihren Militärdienst absolviert, jeweils zwischen 18 und 20 Monate lang. Nun sind alle fertig, und am Samstag findet ein riesiges Open-Air-Konzert in Seoul statt, zu dem 260.000 Menschen erwartet werden.

Das neue Album hat sich mein Kollege bereits angehört, hier lesen Sie seine Rezension .

Ein schönes Wochenende. Herzlich

Ihre Judith Horchert, Blattmacherin in der Chefredaktion

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