Nasa will Mond dauerhaft besiedeln

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 Bald dauerhaft besiedelt?
 Bald dauerhaft besiedelt?

Mondmission der Nasa: Bald dauerhaft besiedelt?

Foto: Peter Komka / MTI / AP / Picture Alliance

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ändert ihre Mondpläne grundlegend: Statt eine Raumstation um den Mond kreisen zu lassen, will sie nun eine Basis auf der Mondoberfläche errichten. Die bereits entwickelten Bauteile sollen dafür umgenutzt werden, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. Der Nasa-Chef richtet das Mondprogramm damit neu aus.

»Die Nasa ist fest entschlossen, das beinahe Unmögliche erneut zu erreichen: die Rückkehr zum Mond noch vor dem Ende von Präsident Trumps Amtszeit, den Bau einer Mondbasis, die Etablierung einer dauerhaften Präsenz«, wird Isaacman in einer Mitteilung der Nasa  zitiert. »Der Wettlauf der Großmächte läuft, und über Erfolg oder Scheitern entscheiden Monate, nicht Jahre.«

Die Mondbasis soll in drei Stufen entstehen:

  • Zunächst werden Rover und Instrumente zum Mond geschickt, um Technik zu erproben.

  • In einer zweiten Phase folgt die erste bewohnbare Infrastruktur für regelmäßige Astronauteneinsätze.

  • Am Ende steht eine dauerhafte bemannte Basis – mit Beiträgen internationaler Partner wie der japanischen, italienischen und kanadischen Raumfahrtagentur.

Das bisher geplante Gateway-Projekt, gemeint ist damit eine Raumstation in der Mondumlaufbahn, werde demnach vorerst auf Eis gelegt.

US-Präsident Donald Trump hatte die Mondlandung bis 2028 im Dezember vergangenen Jahres per Dekret festgelegt, wohl auch um das Mond-Wettrennen mit China zu gewinnen. Die Volksrepublik will ebenfalls Menschen auf den Mond bringen – vor 2030. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond.

Nasa-Vizechef Amit Kshatriya erklärte: »Heute richten wir die Nasa auf die neue Mission aus.« Auf dem Mond setze man auf eine »fokussierte, phasenweise Architektur, die die Fähigkeiten Landung für Landung schrittweise aufbaut«. Die Mitarbeiter bräuchten »klare Missionsziele, die nötigen Werkzeuge für deren Umsetzung und die Unterstützung, um ihre Ziele zu erreichen.«

Nächste Mondmission bereits Anfang April

In wenigen Tagen soll mit »Artemis 2« die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren starten – zunächst eine Umrundung ohne Landung. Auch ein deutscher Astronaut kann sich Hoffnungen machen, zum Mond zu fliegen, welcher es letztlich wird, ist aber noch offen (mehr dazu lesen Sie hier). »Wir sind auf Kurs für einen Start bereits am 1. April und arbeiten auf diesen Termin hin«, sagte eine Nasa-Vertreterin Mitte März. Der Flug sei »nicht ohne Risiko, aber unser Team und unsere Ausrüstung sind bereit«. Zugleich betonte sie, dass noch viel zu tun sei. Eigentlich sollte »Artemis 2« schon Anfang Februar starten, dies musste aber wegen technischer Probleme verschoben werden.

Die erste bemannte Mondlandung ist laut neuem Zeitplan für Anfang 2028 mit »Artemis 4« vorgesehen. Danach sollen zunächst alle sechs Monate bemannte Mondlandungen stattfinden – mit dem Ziel, die Frequenz mit zunehmender Reife der Technik weiter zu steigern. Zudem kündigte die Nasa an, noch vor Ende 2028 das erste atombetriebene Raumschiff startklar zu machen.

Die »Space Reactor-1 Freedom« soll zum Mars fliegen und dabei erstmals einen Antrieb mit Kernenergie im Weltraum erproben. Diese Technik ermöglicht laut Nasa angeblich einen besonders effizienten Transport großer Lasten durchs All – und macht Missionen jenseits des Jupiters möglich, wo Solarzellen nicht mehr genug Energie lieferten, heißt es in der Mitteilung.

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