Berichten zufolge hat die Militärführung in Myanmar die angekündigte Waffenruhe bereits gebrochen. Die Zahl der Erdbebentoten ist derweil auf mehr als 3.000 gestiegen.
3. April 2025, 12:29 Uhr
Trotz der angekündigten Waffenruhe kommt es im Erdbebengebiet in Myanmar weiter zu Zusammenstößen zwischen der Militärführung und Widerstandsgruppen. Das unabhängige myanmarische Exilmedium Irrawaddy berichtete am Donnerstag von Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und der "Kachin Independence Army" (KIA). Die Junta in dem südostasiatischen Land griff laut KIA auch aus der Luft an. Der Nachrichtenagentur dpa zufolge berichteten Bewohnerinnen und Bewohner der Region Sagaing von mehreren nächtlichen Militäroperationen.
Am Mittwoch hatte die Militärführung eine dreiwöchige Waffenruhe verkündet. Durch den Schritt sollten die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten erleichtert werden. Bereits am vergangenen Sonntag hatten bewaffnete Widerstandsgruppen einen einseitigen Waffenstillstand in den Erdbebengebieten ausgerufen, sich allerdings das Recht auf Verteidigung gegen Angriffe der Armee vorbehalten.
Etwa eine Woche nach dem Erdbeben ist die Zahl der Toten auf 3.085 gestiegen. 4.715 weitere Menschen seien verletzt und 341 würden vermisst, teilte die Militärjunta mit. Derweil warnten internationale Hilfsorganisationen, dass die anhaltend extreme Hitze und heftige Regenfälle in Myanmar zu Krankheitsausbrüchen unter den im Freien kampierenden Überlebenden führen könnten. Dies würde die durch den Bürgerkrieg erschwerten Rettungsbemühungen zusätzlich belasten.
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