Der Flugdatendienst FlightAware verklagt die US-Wettbörse Kalshi. Diese richtet Wetten auf Flugverspätungen aus und rechnet anhand der Daten FlightAwares ab. Da dies öffentlich gezeigt wird, sieht sich neben Kalshi auch FlightAware Kritik an dieser Form von Wetten ausgesetzt. Derweil hat das KI-Start-up Manus seine Nutzer gebeten, ihre Daten zu sichern. Denn aufgrund von Auflagen nach der von China untersagten Übernahme durch Meta Platforms wird vieles gelöscht, bevor Manus wieder komplett eigenständig wird. Allerdings sind nicht alle Anwender der Manus-KI betroffen. Von Datenlöschung bedroht sind auch Systeme mit Microsoft Sharepoint, denn eine schwere Sicherheitslücke wird nun von Ransomware ausgenutzt. Zwar steht ein Patch schon seit Monaten bereit, aber es gibt immer noch ungeschützte Systeme – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
FlightAware reagiert auf einen Shitstorm mit einer Klage: Die Wettplattform Kalshi soll gerichtlich davon abgehalten werden, ihre Wetten auf Flugverspätungen und -ausfälle anhand Daten des Flugdatensammlers FlightAware abzurechnen. Das Wettangebot hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es finanzielle Anreize dafür schafft, den öffentlichen Flugbetrieb zu stören, um Verspätungen oder Flugausfälle herbeizuführen, oder aber die Missachtung von Sicherheitsmaßnahmen fördert, um Flugverspätungen zu vermeiden – je nachdem, worauf gewettet wurde. Grundsätzliche Kritik an den Wetten auf Flugverspätungen gibt es auch von offizieller Seite. Der Chef des US-Luftfahrtbranchenverbands bezeichnet dies als „absolut verrückt“ und sogar gefährlich: FlightAware verklagt Kalshi wegen Wetten auf Flugverspätungen.
Das aus China stammende KI-Start-up Manus fordert seine Nutzer zur Datensicherung auf. Denn Ende August wird die Firma wieder komplett selbstständig und dabei werden die von einigen Anwendern erzeugten Daten gelöscht. Welche Nutzer betroffen sind, sagt Manus nicht, aber die Maßnahme sei „regulatorischen Anforderungen in bestimmten Rechtsgebieten“ geschuldet. Das dürfte ein Fingerzeig auf Peking sein, denn die chinesische Regierung hatte eine Übernahme von Manus durch einen US-Konzern im April blockiert. So wollte Meta Platforms die KI-Firma Ende 2025 für angeblich 2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Doch chinesische Behörden verweigerten die Zustimmung. Für die Rückkehr zur Eigenständigkeit muss Manus nun einige Daten löschen: Nach Übernahmeverbot löst sich chinesische KI-Firma im August komplett von Meta.
Administratoren, die Microsoft Sharepoint Server in ihrer Infrastruktur betreiben, sollten prüfen, ob sie die Mai-Updates installiert haben. Denn die hochriskante Sharepoint-Lücke CVE-2026-45659 (CVSS 8.8, Risiko „hoch“), die Angreifern das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglicht, wird jetzt aktiv für Ransomware-Kampagnen ausgenutzt. Nähere Informationen zu den Einbrüchen liegen aber derzeit nicht vor. Der Sharepoint-Anbieter hat Ende Mai entsprechende Sicherheitsupdates für Sharepoint Enterprise Server 2016 (das auch für Sharepoint Server 2016 anzuwenden ist), Sharepoint Server 2019 sowie die Server Subscription Edition bereitgestellt. Doch es gibt offenbar immer noch offen stehende Sharepoint-Systeme, obwohl ein Patch seit Mai verfügbar ist: Ransomware attackiert Microsoft Sharepoint.
Der britische Luft- und Raumfahrtingenieur Tom Stanton hat eine mittelalterliche Wurfmaschine in die Gegenwart katapultiert und eine moderne Fassung einer Trebuchet im Kleinformat gebaut. Mit der etwa 2 Meter hohen stationären Wurfschleuder beschleunigte Stanton ein 4 Gramm leichtes Projektil auf mehr als Schallgeschwindigkeit (776 mph, etwa 1248,9 km/h) – nur mit einem etwa 88 Pfund (knapp 40 kg) schweren Gegengewicht. Bei seiner Konstruktion hat er sich an einer mittelalterlichen Wurfschleuder orientiert. Trebuchets wurden bei Belagerungen dazu verwendet, um etwa Burg- und Stadtmauern zum Einsturz zu bringen. Diese Konstruktion hat Stanton durch modernes Material schrittweise bis zum Überschallknall verbessert: Bastler beschleunigt 4-g-Projektil mit Trebuchet auf Überschallgeschwindigkeit.
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Langzeit-Datenarchive stellen besondere Anforderungen, für die sich gängige Speichermedien schlecht eignen. Sie sollen Jahrzehnte überstehen, viele Daten auf kleinem Raum speichern, möglichst robust sein, aber auch wenig Energie schlucken. Schnelles Beschreiben hingegen ist kein Muss. Bisher kommt für Datenarchive beispielsweise Magnetband (Tape) zum Einsatz, aber dabei muss jedes einzelne Band nach einigen Jahren auf ein neues umkopiert werden. Mehrere Firmen entwickeln daher spezielle Langzeit-Speichermedien mit robusten Basismaterialien wie (Quarz-)Glas oder Keramik. Welche konkurrierenden Konzepte die besten Chancen auf Serienreife haben, erläutern wir im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Speichermedien für Jahrhunderte.
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Auch noch wichtig:
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- Die Thunderbird-Entwickler arbeiten an einem komplett überarbeiteten Kalender. Eine erste Vorschau auf die neue Oberfläche gibt es bereits: Thunderbird plant neuen Desktop-Kalender.
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(fds)











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