Mittelmeer: Hatte das russische Schiff »Ursa Major« Atomreaktoren für Nordkorea geladen?

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Am 23. Dezember 2024 geht um 11.53 Uhr bei den Seenotrettern im spanischen Cartagena ein Notruf ein. Das russische Schiff »Ursa Major« funkt »Mayday«. Drei Explosionen, heißt es später, hätten den Frachter erschüttert, wohl in der Nähe des Maschinenraums.

Wer oder was hat sie ausgelöst? Vieles ist bis heute unklar. Offiziell hatte der Frachter unter anderem Hafenkräne geladen und sollte einen Monat später das russische Wladiwostok erreichen. Doch mehrere Berichte suggerieren, dass die Ware an Bord heikler war: Demnach transportierte das russische Schiff Bauteile für Atomreaktoren – bestimmt für Nordkorea. Nicht Wladiwostok sollte angesteuert werden, schreibt die Zeitung »La Verdad de Murcia«  unter Berufung auf spanische Behörden, sondern der nordkoreanische Hafen Rason.

Viele Staaten hätten ein Interesse gehabt, eine solche Lieferung zu stoppen: Westliche Länder wie die USA, aber auch die Ukraine und Südkorea. Das nordkoreanische Regime war damals bereits ein wichtiger Unterstützer von Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine, hatte Tausende Soldaten nach Russland entsendet. Im Gegenzug, fürchteten westliche Experten, könnte Putin seinen neuen Verbündeten mit Militärtechnologie ausstatten – etwa mit Reaktorteilen zum Bau von atombetriebenen U-Booten.

Könnten die Explosionen auf der »Ursa Major« eine »seltene und folgenschwere Intervention eines westlichen Militärs« darstellen, um zu verhindern, dass Russland Nordkorea aufrüstet, wie der US-Sender CNN in einem aktuellen Bericht  schreibt?

Was wollte das russische Kriegsschiff am Wrack?

Der Untergang der »Ursa Major« erinnert an einen Spionagethriller. Zwar konnten die spanischen Helfer 14 der 16 Crewmitglieder noch am 23. Dezember 2024 retten und an Land bringen. Der Frachter schien spanischen Behörden zufolge zu dem Zeitpunkt einigermaßen stabil. Doch dann folgte die nächste Merkwürdigkeit.

Gegen 19.27 Uhr erreichte laut CNN ein spanisches Kriegsschiff die Koordinaten. Eine halbe Stunde später forderte die »Ivan Gren«, ein Teil der russischen Militäreskorte der »Ursa Major«, die umliegenden Schiffe auf, zwei Seemeilen Abstand zu halten. Gegen 21.50 Uhr feuerte die »Ivan Gren« übereinstimmenden Berichten zufolge rote Leuchtfackeln über der Unglücksstelle ab. Laut CNN folgten vier Explosionen. Exakt zu diesem Zeitpunkt und in diesem ungefähren Gebiet registrierten Seismografen des Nationales Geografischen Instituts in Spanien vier Ausschläge, deren Muster an Unterwasserminen oder Sprengungen erinnerten. Die »Ursa Major« sank daraufhin endgültig. Gegen 23.20 Uhr am 23. Dezember war sie nicht mehr zu sehen.

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