Militär in Nordkorea: Nordkorea will eigene Armee wegen Aufrüstung Japans ausbauen

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Wegen der »Bedrohung« durch die Aufrüstung der japanischen Armee will Nordkorea »zusätzliche militärische Optionen« schaffen. Japan entwickele sich zum »Kriegsstaat«.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 5. August 2026, 12:20 Uhr

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Nordkorea Japan Militär Kim Yo Jong
Kim Jong-un an Bord eines Militärschiffes © KCNA/​Reuters

Nordkorea will wegen des Ausbaus der japanischen Armee nach eigenen Angaben »zusätzliche militärische Optionen« schaffen. »Wir werden niemals ein passiver Zuschauer der militärischen Entwicklung Japans bleiben, die eine ernste Bedrohung darstellen könnte«, sagte die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, Kim Yo Jong. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA sieht Kim Japan auf den Weg zu einem »Kriegsstaat«.

Wie genau die nordkoreanische Armee aufgerüstet werden soll, ist nicht bekannt. Ende Juni kündigte Kim Jong-un an, dass er die Marine des Landes mit Atomwaffen ausstatten und neue 10.000-Tonnen-Kriegsschiffe bauen lassen möchte.

Kim Yo Jong, die mächtige Schwester von Kim Jong-un, möchte Nordkoreas Armee wegen einer angeblichen Bedrohung aus Japan aufrüsten. © Jade Gao/​AFP/​Getty Images

Japan begründet Aufrüstung mit »Gefühl der Dringlichkeit«

Die japanische Regierung sieht angesichts der wachsenden militärischen Aktivitäten Nordkoreas, Chinas und Russlands dringenden Bedarf für einen weiteren Ausbau seiner Streitkräfte. Es sei »unerlässlich«, Japans Verteidigungsfähigkeiten mit einem stärkeren »Gefühl der Dringlichkeit und Krise als je zuvor« auszubauen und umzustrukturieren, sagte Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi in einem kürzlich veröffentlichten Verteidigungsweißbuch.

Zuletzt hatte Japan seine Militärausgaben schneller erhöht als geplant. Im vergangenen Oktober kündigte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in ihrer ersten großen Rede als Regierungschefin an, die Zielmarke für die Militärausgaben von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts von 2027 auf März 2026 vorzuziehen. Im April lockerte Japan zudem seine selbst auferlegten Beschränkungen für Waffenexporte erheblich.

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