Mieten steigen im vierten Quartal doppelt so stark wie Inflation

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Die Mieten sind in Deutschland zum Jahresende 2025 vielerorts deutlich angestiegen. Insgesamt gingen die Angebotsmieten im vierten Quartal 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in die Höhe und somit rund doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung. Das zeigt der Greix-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) herausgegeben wird.

Demzufolge hat der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote in Deutschland ein Rekordniveau erreicht. Nach Angaben des IfW entfielen 2025 bundesweit rund 17 Prozent aller Wohnungsinserate auf dieses Segment – somit mehr als jede sechste angebotene Wohnung. In den acht größten Städten liegt der Anteil demnach bei fast einem Viertel. In München sogar bei rund einem Drittel.

Teure Metropolen

»Wohnungssuchende haben es aktuell schwer«, sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des Greix am IfW Kiel. »Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen«. Zugleich würden die Konditionen über befristete Verträge oder möblierte Angebote zunehmend unattraktiver.

Laut der Erhebung stiegen die Angebotsmieten in den meisten Metropolen weiter. In sieben der acht größten deutschen Städte stiegen sie im Vergleich zum Vorquartal, besonders deutlich in Köln mit einem Plus von 3,4 Prozent und in München mit 1,9 Prozent. In Hamburg und Frankfurt lag der Zuwachs etwa im bundesweiten Schnitt von rund einem Prozent.

Laut IfW hat München die höchste durchschnittliche Kaltmiete mit 23,35 Euro je Quadratmeter, vor Frankfurt mit 17,36 Euro. Der Schnitt liegt bei 14,41 Euro. Insgesamt seien die Angebotsmieten seit 2015 um 14 Prozent stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung. »Bei Neuvermietungen in Großstädten dürften gerade Geringverdiener beziehungsweise Menschen in Ausbildung und Studium zunehmend an ihre Belastungsgrenze stoßen«, sagte Projektleiter Zdrzalek.

Sinkendes Angebot

Zusätzlich schrumpfte offenbar auch das Angebot. Laut der Studie ist die Zahl der Mietinserate im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zu 2015 sind es sogar rund 20 Prozent weniger.

Das wertet das Institut als Hinweis darauf, dass viele Mieterinnen und Mieter mit bestehenden Verträgen ihre Wohnungen halten und zugleich vermehrt Objekte ohne offizielle Inserate vergeben werden.

Der Greix-Index wertet Angebote aus der sogenannten Value-Marktdatenbank aus, die Daten von mehr als hundert Immobilienplattformen und Maklerwebsites bündelt. Pro Quartal werden mehr als 60.000 Inserate analysiert.

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