„Menschen, die 2500 oder 3000 Euro brutto verdienen“: Klingbeil will Geringverdiener spürbar entlasten

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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil pocht bei der von CDU, CSU und SPD geplanten Einkommensteuerreform auf eine spürbare Entlastung für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. „Ich rede vor allem von Menschen, die 2500 oder 3000 Euro brutto verdienen und mehr Geld im Portemonnaie haben sollen“, sagte der SPD-Co-Chef der „Wirtschaftswoche“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Die Entlastung müsse spürbar sein.

Die Reform solle zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden. Ein Klingbeil-Spreicher sagte zuletzt, der Bundesfinanzminister arbeite „mit Hochdruck an dieser Einkommensteuerreform“

Zur Gegenfinanzierung forderte Klingbeil einen höheren Beitrag von Spitzenverdienern. „Menschen mit sehr hohen Einkommen und Vermögen müssen ihren Teil beitragen, dass Ungleichheiten in unserer Gesellschaft nicht noch wachsen“, erklärte er.

Nur in Belgien ist Steuerbelastung im Ländervergleich höher

„Für mich ist klar, dass breitere Schultern auch mehr tragen können.“ Große Teile der Koalitionspartner CDU und CSU lehnen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab.

Laut eines OECD-Rankings, das diesen Mittwoch veröffentlicht wurde, ist die Steuerlast in Deutschland vergleichsweise hoch und liegt nach Belgien auf dem zweiten Platz. Für einen alleinstehender Arbeitnehmer ohne Kind betrug die Steuer- und Abgabenbelastung im Jahr 2025 49,3 Prozent. (Reuters, Tsp)

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