Matthew Whitaker: US-Nato-Botschafter fordert Einhaltung von Ausgabenziel

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Matthew Whitaker erinnert vor dem Nato-Gipfel in Ankara an das 3,5-Prozent-Ziel der Nato. Länder, die es nicht erfüllten, sollten ihren Kurs "unverzüglich" ändern.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, 1. Juli 2026, 18:39 Uhr

Matthew Whitaker US-Nato-Botschafter 2-Prozent-Ziel
US-Nato-Botschafter Matthew Whitaker bei einem Auftritt in der US-Botschaft in Brüssel © Nicolas Maeterlinck/​Belga/​AFP/​Getty Images

US-Nato-Botschafter Matthew Whitaker hat die europäischen Verbündeten der USA zur Einhaltung des Ausgabenziels der Militärallianz aufgefordert. »Einige Verbündete tun mehr als andere«, sagte Whitaker in einer virtuellen Pressekonferenz anlässlich des bevorstehenden Nato-Gipfels in Ankara. »Wir haben einige (Nato-Mitglieder), die im Rückstand sind, die entweder derzeit nicht genug ausgeben oder keinen glaubwürdigen Pfad (dazu) haben«, kritisierte der US-Nato-Gesandte. Präsident Donald Trump erwarte, dass sich alle Verbündeten »unverzüglich auf den Pfad zu (dem Ausgabenziel von) fünf Prozent begeben.«

Die Nato hatte im vergangenen Jahr unter Druck der US-Regierung beschlossen, ihr bisher gültiges Ziel von Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandprodukts deutlich zu steigern. Weil das neue Ziel sich an Trumps Forderung von insgesamt fünf Prozent orientiert, wird es häufig als Fünf-Prozent-Ziel bezeichnet. 

Tatsächlich sieht die Nato-Vereinbarung vor, 3,5 Prozent des BIP in Verteidigung zu investieren. Weitere 1,5 Prozent sollen in potenziell verteidigungsrelevante Infrastruktur fließen, die jedoch auch vornehmlich einem zivilen Zweck dienen kann. Laut dem Nato-Beschluss von vergangenem Jahr soll dieses Ziel spätestens 2035 erreicht und danach aufrechterhalten werden.

Whitaker lobte Länder, die ihre Ausgaben bereits deutlich erhöht haben, etwa Polen, die nordischen und baltischen Staaten sowie Deutschland. Diese Staaten würden eine Vorreiterrolle einnehmen, sagte der US-Nato-Botschafter. Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Ziel von 3,5 Prozent bereits 2029 erreichen zu wollen. 

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