Massive Attack dürften nach Eklat mit Palästinenserflagge nicht mehr in Singapur auftreten

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»Wir waren überrascht und enttäuscht, dass unsere gesamte Band von der Polizei festgenommen, isoliert und getrennt befragt wurde«, schrieb die Trip-Hop-Band am Sonntag auf Instagram. Die Hotelzimmer einiger Musiker seien durchsucht und Reisepässe vorübergehend eingezogen worden.

»Wir hätten uns nicht vorstellen können, dass das bloße Hochhalten einer Fahne eines souveränen Staates, der von 157 Ländern anerkannt wird (Palästina), einen Gesetzesbruch darstellen könnte«, schrieb die Band weiter. Diese »surreale Erfahrung« sei eine Erinnerung daran, dass die Menschenrechte und das Recht auf freie Meinungsäußerung überall dort verteidigt werden müssten, wo sie bedroht seien.

Die Musiker von Massive Attack wurden von der Polizei »streng verwarnt«, wie die britische BBC unter Berufung auf eine Behördensprecherin meldet. Außerdem wurde ihnen eine erneute Einreise nach Singapur untersagt, Genehmigungen für künftige Konzerte sollen nicht mehr erteilt werden.

Der 61-jährige Del Naja war im April in London festgenommen worden. Er hatte mit Hunderten weiteren Menschen auf dem zentralen Trafalgar Square demonstriert. Auf einem Schild hatte er seine Unterstützung für die in Großbritannien verbotene Organisation Palestine Action bekundet. Dies hatte letztlich zu seiner Festnahme geführt.

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