Die norwegische Nobelpreisstiftung hat klargestellt, dass verliehene Auszeichnungen nicht weitergegeben werden können. Die Organisation machte in ihrer Mitteilung auf ihrer Website deutlich, dass auch eine symbolische Weitergabe nicht möglich sei.
Sie reagierte damit darauf, dass Preisträgerin María Corina Machado ihre Medaille an US-Präsident Donald Trump überreicht hatte.
Die venezolanische Oppositionspolitikerin Machado hatte im vergangenen Dezember den Friedensnobelpreis in Oslo erhalten – für ihren Einsatz für die Demokratie in Venezuela. Am vergangenen Donnerstag übergab sie im Weißen Haus die Nobelpreismedaille an Trump.
Machado schenkt Trump Friedensnobelpreis-Medaille: Jetzt hat er ihn (ein bisschen)
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In ihrer Mitteilung weist die Nobelpreisstiftung diesen Vorgang zurück: »Ein Preis kann also nicht, auch nicht symbolisch, weitergegeben oder weiterverteilt werden.«
Sie verweist auf das Testament von Alfred Nobel, in dem festgehalten sei, wer das Recht habe, den jeweiligen Preis zu verleihen. Es sei eine Hauptaufgabe der Nobelstiftung, die Ehre des Nobelpreises und ihrer Verwaltung zu wahren, teilt die Organisation mit.
Schon zuvor hatte die Nobelpreisstiftung in einer Stellungnahme deutlich gemacht, dass es nicht möglich sei, verliehene Preise zu teilen oder zu übertragen. Darin hatte sie auch deutlich gemacht, sich grundsätzlich nicht zum Verhalten von Trägern des Friedensnobelpreises nach der Verleihung zu äußern. Es werde lediglich die Arbeit zum Zeitpunkt der Entscheidung bewertet.
Preisträgerin kämpft um Rolle in Venezuela
Preisträgerin Machado hatte sich schon bei ihrer ersten Reaktion nach der Bekanntgabe der Auszeichnung auf Trump bezogen. »Ich widme diesen Preis dem leidenden Volk Venezuelas und Präsident Trump für seine entschlossene Unterstützung unserer Angelegenheit«, teilte die Venezolanerin weiter mit.
Die Oppositionspolitikerin kämpft nach der Gefangennahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro um ihre künftige Rolle im Land. Trump hatte sich bisher skeptisch zu ihrem Rückhalt in Venezuela geäußert. Möglicherweise versucht Machado, den US-Präsidenten mit der Übergabe des Preises umzustimmen.
Das Weiße Haus hatte ihrem Anliegen eine Absage erteilt. Trump bleibe bei seiner Einschätzung, dass Machado kurzfristig nicht die nötige Unterstützung habe, um das Land zu führen, teilte Sprecherin Karoline Leavitt mit.
Warum sich in der venezolanischen Opposition eine tiefe Enttäuschung breit macht, lesen Sie hier .

vor 4 Stunden
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