Bei einem Tauchunfall auf den Malediven sind vermutlich fünf Italiener ums Leben gekommen. »Es wird davon ausgegangen, dass die Taucher starben, als sie versuchten, in einer Tiefe von 50 Metern Höhlen zu erkunden«, teilte das italienische Außenministerium am Donnerstag mit. Die Behörden vor Ort hätten Ermittlungen aufgenommen.
Wie Sicherheitskräfte auf den Malediven mitteilten, wurden die Italiener als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht von einem Höhlentauchgang in großer Tiefe im Vaavu-Atoll südlich der Hauptstadt Malé zurückgekehrt waren.
Flugzeuge und Schnellboote wurden demnach für eine groß angelegte Suche eingesetzt. In einer bis zu 60 Meter tiefen Höhle sei eine Leiche gefunden worden. Weitere Taucher der Küstenwache würden mit Spezialausrüstung zur Unterstützung der Suche entsandt.
Laut der britischen BBC hat sich die Universität von Genua zu dem Unfall geäußert. Demnach soll es sich bei den Opfern um eine Professorin der Meeresbiologie, ihre Tochter und zwei jüngere Forschungsmitarbeitet handeln. Über das fünfte mutmaßliche Opfer ist nichts bekannt. Die Universität sprach den Angehörigen ihr tiefes Beileid aus.
Bestätigt sich die Befürchtung, dürfte es sich um den schwersten Tauchunfall in der Geschichte der Malediven handeln. Im vergangenen Dezember war eine Britin bei einem Tauchtrip ums Leben gekommen, im Juni 2025 ein Tourist aus Japan.
Der Inselstaat im Indischen Ozean gilt als Paradies für Taucher. Das vom Tourismus abhängige Land ist stark vom Klimawandel betroffen: Sein Fortbestehen ist durch den steigenden Meeresspiegel akut bedroht.

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