Lockheed, Seagate Space und Firefly wollen Raketen von See aus starten

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Lockheed Martin will zusammen mit Seagate Space und Firefly Aerospace Raketen von schwimmenden Startplattformen aus starten lassen. Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat sich dafür einer Partnerschaft von Seagate Space und Firefly Aerospace angeschlossen.

„Die drei Unternehmen werden gemeinsam an Konzepten für Missionsanwendungen und Flugdemonstrationsprojekten arbeiten, die die Offshore-Startplattform ‚Gateway‘ von Seagate nutzen“, schrieb Johnathon Caldwell, Leiter des Bereichs Strategic & Missile Defense Systems bei Lockheed Martin Space in einem Post in dem sozialen Netzwerk Linkedin. „Wir freuen uns darauf, bald mit diesen Unternehmen an Projekten zu arbeiten.“

Seagate Space und Firefly Aerospace haben im April ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Seagate Space entwickelt die schwimmende Raketenstartplattform Gateway-S. Von dort aus soll künftig die Trägerrakete Alpha des Raumfahrtunternehmens Firefly Aerospace starten.

Die Gateway-Plattform ist laut Seagate Space eine modulare Schwimmplattform, die eigens für Raketenstarts entwickelt wird. Mit umfunktionierten Pontons oder Schiffen, wie sie andere Unternehmen einsetzten, habe das Konzept nichts zu tun, betonte das Unternehmen anlässlich der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Firefly Aerospace.

Beide Partner erklärten in der Ankündigung, dass sie auch nicht nur kommerzielle Raumflüge durchführen wollten, sondern auch offen seien für militärische Anwendungen. Lockheed Martin bringt nicht nur Finanzmittel mit in die Partnerschaft. Der Rüstungskonzern arbeitet auch eng mit der Regierung und dem Militär zusammen.

Die Kombination aus schwimmender Startanlage und der Trägerrakete ermögliche einen schnellen und flexiblen Zugang zum Weltraum von verschiedenen Orten aus. Das sei „eine wesentliche Fähigkeit für taktische Nutzlasten und Missionen im Bereich der nationalen Sicherheit“, schrieb denn auch Lockheed-Manager Caldwell. „Die Zusammenarbeit zielt zudem darauf ab, die Entwicklung reaktionsschneller Startlösungen zu beschleunigen und modernste Technologie bereitzustellen, die den sich verändernden operativen Anforderungen der Streitkräfte gerecht wird.“

(wpl)

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