Anfang Februar entließ Jeff Bezos massenweise Mitarbeiter der „Washington Post“. Der Kürzung fiel auch die Redaktion der „Book World“ zum Opfer und damit der komplette Rezensionsteil (F.A.Z. vom 14. Februar). Becca Rothfeld, die für die Sachbuchkritiken zuständig war und nun auf der Straße saß, erläuterte im „New Yorker“ die Hintergründe: Bezos wolle dem Leser keine Irritationen zumuten, sondern Kundenwünsche erfüllen. Die „Book World“ konfrontierte den Leser hingegen mit Gedankenangeboten, von denen er noch nicht weiß, dass sie für ihn interessant sein könnten. Die „Mission“ der Buchrezension, so Rothfeld, „ist es nicht, bestehende Vorlieben zu befriedigen, sondern sie herauszufordern“.

vor 2 Stunden
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