In der Debatte um die „Rente mit 63“ haben sich die Arbeitgeber entsetzt über Forderungen nach Änderungen an der Reform der Alterssicherung gezeigt. „Dass zentrale Elemente des Rentenpakets schon wieder infrage gestellt werden, bevor sie überhaupt umgesetzt sind, macht mich fassungslos“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der „Bild“ von Mittwoch.
„Wer Arbeitsplätze in Deutschland halten und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts sichern will, muss den Sozialstaat reformieren“, fuhr Kampeter fort. „Wer gleichzeitig an der Rente ab 63 festhält, ignoriert den Fachkräftemangel, den demografischen Wandel und die wirtschaftliche Lage.“
So „verspielt man die vielleicht letzte Chance, die Rente demografiefest zu machen“, warnte Kampeter. Eine zukunftsfeste Rente brauche „mehr Beschäftigung, mehr Beitragszahler und eine solide Finanzierung – nicht immer neue Versprechen auf Kosten der jüngeren Generation“.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte im Juni 33 Vorschläge für eine Reform der Alterssicherung vorgelegt. Dazu gehört die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die SPD-Führung hatten nach Übergabe der Vorschläge erklärt, sie wollten das Paket möglichst eins zu eins umsetzen. Dagegen sprachen sich inzwischen mehrere Ministerpräsidenten von CDU und SPD aus, vor allem aus den ostdeutschen Bundesländern kam heftige Kritik. (AFP)

vor 19 Stunden
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