Aus Sicht der Nada verstieß Ansah gegen den Anti-Doping-Code des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). In einer Mitteilung des Verbandes hatte Ansah erklärt, der Kontrolleur habe außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters geklingelt. Zudem habe er unter Zeitdruck gestanden und so kurzfristig keine Probe abgeben können – auch, weil er kurz zuvor auf der Toilette gewesen sei.
Bei einer Medienrunde am Donnerstag vor der EM hatte er keine weiteren Details genannt. »Ich habe mega Lust, zu rennen. Ich freue mich sehr und bin happy, dass ich Deutschland repräsentieren kann«, sagte Ansah. »Ich kann gut Sachen ausblenden.«
Der Sprinter ist derzeit nicht suspendiert und wäre in der deutschen Sprint-Staffel gesetzt. Ob er aufgestellt wird, ist indes noch offen. Er soll bei der EM auch über 200 Meter antreten.
Die Nada erklärte, sollte ihr Vorschlag angenommen werden, reduziere sich die Sperre automatisch auf drei Jahre. Sie beginne demnach mit dem Tag der finalen Entscheidung der Nada oder eines Disziplinarorgans – oder mit dem Tag, an dem Ansah die vorgeschlagene Sperre akzeptiere.
Ansah hat nun 20 Tage Zeit, die Feststellungen der Nada zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht zu verlangen.
Die Nada schlägt außerdem vor, alle Ergebnisse vom 9. Juli bis zum Beginn einer vorläufigen Suspendierung oder einer Sperre aberkennen zu lassen. Damit würde Ansah seine beiden deutschen Meistertitel über 100 und 200 Meter verlieren, die er Ende Juli in Bochum gewonnen hatte.

vor 2 Stunden
1











English (US) ·