Inmitten wachsender Spannungen am Golf haben die Atommacht Pakistan, der Nato-Staat Türkei und die einflussreiche Golfmonarchie Saudi-Arabien einen weitreichenden gemeinsamen Verteidigungspakt unterzeichnet. Bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Länder im saudi-arabischen Mekka sei der sogenannte Mekka Verteidigungspakt geschlossen worden, hieß es in Mitteilungen des pakistanischen Außenministeriums und der saudi-arabischen staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Zu der Unterzeichnung war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif in der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer zusammengetroffen.
Irankrieg Grund für den Verteidigungspakt
Das Abkommen legt nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums fest, »dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle betrachtet wird«. Mit dem Verteidigungspakt solle »die gemeinsame Abschreckung gegen jegliche Aggression« gestärkt werden, hieß es aus Islamabad weiter.
Ein Grund für den Verteidigungspakt zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Angaben aus saudi-arabischen Militär- und Regierungskreisen der Irankrieg und seine Auswirkungen auf die Region und die ganze Welt. Die Vereinbarung sei ein Ausdruck des Engagements der drei Staaten, ihre gemeinsamen Sicherheitsinteressen zu stärken. Weitere Details über die Inhalte des Pakts wurden nicht bekannt. Pakistan und Saudi-Arabien sind bereits seit September 2025 über ein gemeinsames Verteidigungsabkommen verbunden.

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