Wie er seine Stimme bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern abgibt, hat er schon entschieden – aber nicht wer sie bekommt: »Ich mach's per Briefwahl«, sagte der Rapper Marteria, 43, der Nachrichtenagentur dpa. Er wisse aber selbst noch nicht, was er wählen solle.
Er habe »tatsächlich keinen Bock«, dass die AfD die Landesregierung stellt. Er wisse aber auch um die Probleme und Stimmung etwa auf Rügen, wo er seit Jahren wohnt. »Ich hoffe, die Leute wählen richtig«, sagte der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt und aus Rostock stammt.
Marteria sagte: »Ich merk' so eine Inflation zum ersten Mal richtig.« Er merke zum ersten Mal, dass Menschen weniger in Restaurants gingen. Hotels seien nicht ausgebucht, Urlauber nähmen sich lieber Ferienwohnungen und kochten selbst. Wenn er gegen 17 Uhr in den örtlichen Supermarkt gehe, sei dort »die Hölle los«, so Marteria.
»Ich merke, es verändert sich gerade was, und die Leute sind unzufrieden.« Er wünsche sich, dass Menschen wieder mehr zusammenrückten. Auch wenn das wie eine Floskel klinge, brauche es dafür seiner Ansicht nach einen Ruck. »Und dafür braucht es meines Erachtens Politiker, die glaubwürdig sind.« Es brauche Menschen mit Rückgrat, »die Leute wieder abholen und in ihren Bann so ziehen«.

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