Internationale Aktivisten haben damit begonnen, auf dem See- und Luftweg Hilfsgüter nach Havanna zu bringen. Die ersten Hilfspakete aus Europa trafen bereits ein.
Ein internationaler Zusammenschluss von Aktivistinnen und Aktivisten hat eine Solidaritätsaktion für Kuba organisiert. Auf dem See- und Luftweg haben die Teilnehmenden begonnen, Hilfsgüter für die kubanische Bevölkerung in die Hauptstadt Havanna zu bringen. Der Konvoi Nuestra América (übersetzt: Unser Amerika) wurde auch von der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg in einem Video unterstützt.
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Ein Motorboot mit rund 20 Tonnen Hilfsgütern lief aus dem mexikanischen Hafen Progreso auf der Halbinsel Yucatán in Richtung Kuba aus. Auf Videos war zu sehen, wie die Menschen an Bord "Blockade, nein. Kuba, ja" riefen. Zwei Segelboote sollten zudem von der Insel Isla Mujeres in Mexiko ablegen. Zuvor waren Aktivisten aus Europa per Flugzeug mit Hilfspaketen in Havanna angekommen.
Mehrere Gruppen planen, sich am Samstag, dem sogenannten "Internationalen Tag der Solidarität mit Kuba", in Havanna zu versammeln. Präsident Miguel Díaz-Canel empfing bereits unter anderem den britischen Ex-Labour-Chef Jeremy Corbyn und David Adler von der Organisation Progressive International, die für die Hilfsaktion nach Havanna gereist waren.
Die kubanische Bevölkerung leidet bereits seit Jahren unter den Folgen von US-Handelsembargos. Die Lage hat sich seit dem Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump weiter verschärft. Trump ließ die Insel vom Zugang zu Erdöl abschneiden. Er stoppte die venezolanischen Öllieferungen nach der Gefangenennahme des linksgerichteten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention. Zudem drohte Trump mehrfach, Kuba zu übernehmen.
Die USA und Kuba haben jedoch auch bilaterale Gespräche aufgenommen. Die kommunistische Regierung des Landes hat jedoch bekräftigt, dass weder das politische System noch ein möglicher Führungswechsel auf der Insel Gegenstand der Verhandlungen seien, wie der stellvertretende Außenminister Carlos Fernández de Cossio sagte. Die USA möchten dagegen einen wirtschaftlichen und politischen Wandel auf Kuba erreichen.

vor 3 Stunden
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