Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Explosionen in Teheran - Flugabwehr im Einsatz
USA: Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar
Öltanker mit saudi-arabischem Rohöl drehen im Roten Meer um
Berichte: Vermittler legen neuen Vorschlag für Waffenruhe vor
Wieder nächtliche Explosionen in Iran

US-Militär meldet neue Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele in Iran gestartet. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Die genauen Ziele der neuen Angriffe machte Centcom nicht bekannt.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus sagte Trump:
„Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht.“
Donald TrumpBereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.

Explosionen in Teheran - Flugabwehr im Einsatz
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe.
Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben, also vor mehr als einem Monat. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert.
USA: Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar
Der Krieg gegen Iran kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.
Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählten unter anderem Soldzahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten.
Hegseth warb im Kongress für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.
Öltanker mit saudi-arabischem Rohöl drehen im Roten Meer um
Zwei mit saudi-arabischem Rohöl für China und Indien beladene Tanker haben am Dienstag im Roten Meer umgedreht und Kurs auf den Suezkanal genommen. Dies ging aus Schifffahrtsdaten des Anbieters LSEG hervor. Vorausgegangen war eine Warnung der mit Iran verbündeten Huthi-Miliz in Jemen. Die Huthi hatten am Montag eine „Seeblockade“ gegen Saudi-Arabien verkündet. Dies könnte eine neue Front im Konflikt zwischen den USA und Iran eröffnen und die Gefahr für die weltweite Energieversorgung sowie für den Seehandel über die Golf-Region hinaus erhöhen.
Die von der Huthi-Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete, es seien innerhalb von 24 Stunden sogar sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen worden, nachdem die Blockade ausgerufen worden war. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
US-Präsident Donald Trump kündigte eine Reaktion an, sollten die Huthi ihre Drohung einer Seeblockade gegen die Handelsschifffahrt im Roten Meer wahr machen. Falls eine solche entstehe, „werden wir uns um die Sache kümmern“, so Trump weiter. Die USA seien zuvor schon „energisch“ gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe in Jemen im vergangenen Jahr.
Huthi warnen Reedereien vor Nutzung saudi-arabischer Häfen
Die Huthi-Rebellen in Jemen warnen Reedereien davor, saudi-arabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthi angegriffen würden. „Wir empfehlen Ihrem Unternehmen dringend, bei all seinen Geschäftsbeziehungen die gebotene Sorgfalt und äußerste Vorsicht walten zu lassen“, heißt es in der Mail weiter. „Jegliche derartige Aktivität würde die betroffenen Schiffe Sanktionen aussetzen. Darüber hinaus könnten sie an jedem Ort innerhalb der Einsatzreichweite der jemenitischen Streitkräfte ins Visier genommen werden.“
Die Huthi haben eine Seeblockade gegen das Nachbarland Saudi-Arabien verhängt. Sie können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet in Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer beschießen.
Jordanien und Bahrain wehren erneut iranische Angriffe ab
Jordanien und Bahrain haben nach eigenen Angaben erneut iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die jordanischen Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.
Auch Bahrain meldete erneut iranischen Beschuss. Die Luftverteidigung habe mehrere aus Iran kommende Flugkörper abgefangen, teilte das Militär in Bahrain mit. Die Streitkräfte warfen Iran vor, gezielt Zivilisten und zivile Einrichtungen im Königreich anzugreifen. Alle Einheiten befänden sich in höchster Alarmbereitschaft. Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele in Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durchführt. In Jordanien sind wie in den Golfstaaten US-Soldaten stationiert.
Berichte: Vermittler legen neuen Vorschlag für Waffenruhe vor
Berichten zufolge bemühen sich die Vermittler zwischen USA und Iran um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal Axios aus Quellen. Auch das Wall Street Journal berichtete über den Vorschlag.
Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte Axios US-Beamte. Die Führung in Teheran verlangt für ein endgültiges Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Washington nicht nur die eigene Kontrolle über die Straße von Hormus, sondern auch ein dauerhaftes Ende des militärischen Konflikts zwischen dem Erzfeind Israel und der mit ihr verbündeten Hisbollah in Libanon.

USA: Weitere Angriffswelle gegen Iran beendet
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit.
So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden. Die USA griffen in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.

Wieder nächtliche Explosionen in Iran
Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet.
Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus und bei der Großstadt Bandar Abbas.

Behörde: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Erst am Vortag war vor der Küste Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen.
Die Führung in Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur die von Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und Iran derzeit wieder eskaliert.

Israel: Pilotprojekt für Sicherheitszonen in Südlibanon gestartet
Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit US- und libanesischen Streitkräften ein Pilotprojekt für Sicherheitszonen in Südlibanon. Das sei ein Schritt zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität Libanons in dem Gebiet, erklärt ein US-Regierungsvertreter. Die Einrichtung der Zonen ist Teil eines von den USA vermittelten Abkommens, das die Entwaffnung der von Iran unterstützten Hisbollah, den Abzug der israelischen Truppen und die Stationierung libanesischer Soldaten vorsieht.
USA starten neue Angriffe gegen Iran
Das US-Militär hat eine neue Angriffswelle gegen Iran gestartet. Die um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr deutscher Zeit) begonnen Angriffe zielten darauf ab, die militärischen Mittel Irans, um Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackieren zu können, zu schwächen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den genauen Zielen der neuen Angriffe wurden keine Angaben gemacht. Damit greifen die USA in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.
Trump droht Iran nach Tod von US-Soldaten mit Vergeltung
US-Präsident Donald Trump droht Iran nach dem Tod weiterer US-Militärangehöriger mit massiver Vergeltung. „Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen – was genau das US-Militär auf seine Anordnung hin tun soll, ließ der Präsident offen.
„Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen.“
Donald Trumps Droh-RhetorikAm Wochenende hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss verkündet. Zwei von ihnen waren demnach am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Ein Dritter sei bei einer „kontrollierten“ Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen. Damit steigt die Zahl der Gefallenen auf amerikanischer Seite in dem seit Februar andauernden Krieg auf 17. Zudem wurden bislang rund 430 US-Soldaten verletzt.
Rotes Meer: Jemenitische Huthi verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien
Die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen in Jemen verhängen nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese gelte ab sofort, teilte der Militärsprecher der Huthi im Fernsehen mit. Damit gerät der Transport von Millionen Barrel Öl in Gefahr, die das Königreich über das Rote Meer exportiert. Die Blockade „gegen den kriminellen saudi-arabischen Feind“ basiere auf dem Prinzip „Auge um Auge“ und trete mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie sei eine Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde „ungerechte und unterdrückende Belagerung unseres geliebten Volkes durch Saudi-Arabien“. Dabei würden die Ressourcen in Jemen geplündert sowie die Häfen und Flughäfen blockiert.
Bereits vergangene Woche hatten die Huthi Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen gedroht, sollte sich das Nachbarland an einer „umfassenden Aggression“ gegen Jemen beteiligen. Insider hatten zudem verlauten lassen, die Huthi sollten sich auf Bitten Irans auf eine Sperrung des Seeweges für Öltransporte im Roten Meer vorbereiten. Vor der Küste Jemens liegt die Meerenge Bab al-Mandab, der Zugang zum Roten Meer. Dieser ist für die internationale Schifffahrt ähnlich wichtig wie der Persische Golf. Dort hat Iran die vor seiner Küste liegende Straße von Hormus gesperrt.
Die Huthi hatten vergangene Woche Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert, nachdem sie das Königreich beschuldigt hatten, einen unter ihrer Kontrolle stehenden Flughafen bombardiert zu haben. Damit endete eine vierjährige Waffenruhe zwischen den schiitischen Huthi und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien.
Angriffe in Kuwait – Sirenen in Bahrain
Iran greift erneut in Kuwait an, teilt die das kuwaitische Militär mit. Die Luftverteidigung sei im Einsatz, um feindliche Raketen und Drohnen abzufangen, teilte die Armee auf X mit. Mögliche Explosionen seien auf Abfangmaßnahmen der Luftverteidigung zurückzuführen. Auch in Bahrain heulten erneut die Sirenen auf. Das bahrainische Innenministerium rief die Bevölkerung auf, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
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