Krieg in Iran: Libanon: Journalistin bei israelischem Luftangriff getötet

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Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

USA setzen Iran keine Frist – Waffenruhe auf unbestimmte Zeit verlängert

Französischer Blauhelm-Soldat nach Angriff in Libanon gestorben

Revolutionsgarde setzt drei Frachter in Straße von Hormus fest

Bericht: Iran beschießt Containerschiffe in Straße von Hormus

Iran reagiert misstrauisch auf Trumps Verlängerung der Waffenruhe

Libanon: Israelischer Luftangriff tötet Journalistin

Bei einem israelischen Luftangriff im südlibanesischen Ort al-Tiri sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums drei Menschen getötet worden, darunter eine Journalistin der Zeitung Al Achbar, die der Hisbollah-Miliz nahesteht. Eine weitere Journalistin wurde verletzt. Die Zeitung bestätigte den Tod ihrer Mitarbeiterin – sie sei unter Trümmern eingeschlossen gewesen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen wirft Israel vor, anhaltende Luftangriffe hätten Rettungskräfte daran gehindert, die Verschüttete rechtzeitig zu erreichen.

Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam verurteilte die Angriffe als Kriegsverbrechen: Die „gezielten Angriffe“ auf Journalisten sowie auf Rettungsteams seien keine Einzelfälle. Die israelische Armee erklärte, die Luftwaffe habe zwei Fahrzeuge mit „Terroristen“ angegriffen, die aus einem von der Hisbollah genutzten Gebäude gekommen und israelischen Bodentruppen bedrohlich nahegekommen seien. Daher habe man erst das Fahrzeug und das Gebäude beschossen. Man ziele nicht auf Journalisten ab, prüfe den Vorfall jedoch. Israelische Soldaten sind trotz der vereinbarten Waffenruhe weiterhin im Südlibanon stationiert – Israel spricht von einer „Sicherheitszone“, Libanon von Besatzung. 

Nadja Lissok

Israel und Libanon setzen Gespräche fort

Vertreter Libanons und des verfeindeten Nachbarlandes Israel wollen heute in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen. Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Außenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter. Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche miteinander in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es „konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen“.

Israel strebt nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit Libanon sowie eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah-Miliz an. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen. 

USA setzen Iran keine Frist – Waffenruhe auf unbestimmte Zeit verlängert

Die am 7. April vereinbarte Waffenruhe von US-Präsident Donald Trump gilt vorerst auf unbestimmte Zeit weiter. Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, bestätigt: Der Präsident habe „keine feste Frist für den Eingang eines iranischen Vorschlags gesetzt.“ Trump rudert damit von früheren Drohungen zurück, die Bombardements wiederaufzunehmen, falls bis Mittwoch kein Deal zustande käme. 

Die Blockaden beider Seiten dauern unterdessen an: Die USA halten ihre Seeblockade iranischer Häfen aufrecht, um Druck auf Teheran auszuüben. Irans Außenminister Abbas Araghchi bezeichnet das als Verstoß gegen den Waffenstillstand. Iran hält seinerseits die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr geschlossen – iranische Schnellboote beschossen am Mittwoch Handelsschiffe in der Meerenge. Donald Trump interpretiert diesen Vorgang laut Medienberichten nicht als Verstoß gegen die Waffenruhe, es seien schließlich keine US-amerikanischen oder israelischen Schiffe gewesen. 

Katja Guttmann

US-Botschaft rät zur Ausreise aus Libanon

Die US-Botschaft in Beirut legt Amerikanerinnen und Amerikanern dringend nahe, Libanon zu verlassen. „Die Sicherheitslage ist weiterhin komplex und kann sich schnell ändern“, teilte die Botschaft in einer Sicherheitswarnung mit. US-Bürgerinnen und Bürgern sollten ausreisen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe. Wer in Libanon bleibe, sollte Pläne für Notfallsituationen erstellen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen, hieß es.

Es gibt derzeit Hinweise darauf, dass die Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wackelt. Ein Abgeordneter der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hussein Hadsch Hassan, sagte einem libanesischen TV-Sender, die Organisation sei der Waffenruhe nicht mehr verpflichtet. Zuvor hatten Israel und die proiranische Hisbollah sich mehrfach Verstöße gegen die zehntägige Waffenruhe vorgeworfen, die in der Nacht auf Freitag in Kraft getreten war.

An diesem Donnerstag sind in Washington weitere Gespräche auf Botschafterebene zwischen beiden Ländern geplant.

Katja Guttmann

Medienberichte: Trump will Iran nur wenige Tage Zeit zum Antworten geben 

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen. Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal Axios und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weißen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte am Nachmittag (Ortszeit) vor Journalistinnen und Journalisten, dass der Präsident keine feste Frist für die Übermittlung eines iranischen Vorschlags gesetzt habe. Gleichzeitig betonte sie, dass es letztlich Trump sei, der den Zeitplan vorgeben werde.

Kurz vor dem Ablaufen einer Waffenruhe mit Iran hatte Trump Teheran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause einseitig verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Eine neue Frist setzte er nicht. Iran äußerte sich bisher nicht dazu. 

Juri Auel

Libanesische Behörden melden zwei Waffenruhen-Verstöße

Libanesische Behörden melden mindestens zwei Verstöße gegen die von den USA vermittelte Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Bei einem israelischen Drohnenangriff in der Bekaa-Ebene im Westen des Landes soll in der vergangenen Nacht Staatsmedien zufolge ein Mensch getötet, zwei weitere verletzt worden sein. Bei einem späteren Angriff auf ein Auto in Südlibanon sollen zwei weitere Menschen getötet worden sein. 

Das ​israelische Militär erklärt, von dem ersten Angriff nichts zu wissen. Zu dem zweiten Vorfall äußert es sich zunächst nicht. Die Hisbollah teilt mit, sie habe gestern Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert, da ⁠das israelische Militär die Waffenruhe gebrochen habe. 

Juri Auel

Französischer Blauhelm-Soldat nach Angriff in Libanon gestorben

Ein weiterer französischer Soldat der UN-Mission Unifil ist nach einem Angriff in Libanon gestorben. Der Mann sei am Morgen seinen schweren Verletzungen erlegen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X. Erst am Vortag sei er nach Frankreich zurückgeholt worden. Verantwortlich für den Angriff machte Macron Kämpfer der Hisbollah.

Am Samstag waren nach Angaben von Unifil Soldaten unter Beschuss geraten, als sie Sprengsätze an einer Straße im Süden beseitigten. Ein französischer Soldat wurde getötet. Drei weitere Soldaten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie es aus Frankreich hieß. Einer ersten Einschätzung von Unifil zufolge waren Hisbollah-Kämpfer für den Angriff verantwortlich. Die Hisbollah wies am Wochenende hingegen jegliche Verantwortung für den Vorfall von sich. Das libanesische Außenministerium versprach eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durch die libanesischen Behörden.

Israels Armee teilte mit, nach israelischen Geheimdienst-Informationen hätten Hisbollah-Kämpfer das Feuer eröffnet. Damit sollte offenbar auch ein möglicher Verdacht gegen Israel bei dem tödlichen Angriffe ausgeräumt werden. Im südlichen Libanon gab es in den vergangenen zwei Jahren aber auch mehrfach israelische Angriffe, bei denen Unifil-Soldaten verletzt wurden. 

Julia Daniel

Tobias Bug

Israel sieht Hisbollah als Hindernis für Frieden mit Libanon

Kurz vor Gesprächen zwischen Israel und Libanon hat der israelische Außenminister die libanesische Hisbollah als gemeinsamen Feind der beiden verfeindeten Staaten bezeichnet. Die von Iran unterstützte Miliz sei „das Hindernis für Frieden und Normalisierung der Beziehungen zwischen den Ländern“, sagte Gideon Saar nach Angaben seines Büros bei einer Veranstaltung zum 78. Jahrestag der israelischen Staatsgründung.

Wir haben keine gravierenden Meinungsverschiedenheiten mit Libanon. Es gibt einige kleinere Grenzstreitigkeiten, die sich beilegen lassen.

Gideon Saar, Israels Außenminister

Die Hisbollah hat in Libanon eine Art Staat im Staate unter anderem mit parallelem Wirtschaftssystem geschaffen. Saar bezeichnete das Nachbarland deshalb als „gescheiterten Staat“ und als „de facto unter iranischer Besatzung durch die Hisbollah“. Die Schiitenorganisation bedrohe auch die Zukunft Libanons. Für eine friedliche Zukunft gebe es deshalb keine andere Möglichkeit, als gemeinsam gegen die Miliz vorzugehen.

Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und Libanon werden israelischen und US-Angaben zufolge am Donnerstag im US-Außenministerium in Washington fortgesetzt. Vor gut einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten.

Juri Auel

Revolutionsgarde setzt drei Frachter in Straße von Hormus fest

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Nachricht hieß es zur Begründung, die Revolutionsgarde hätte ihre „regelwidrige“ Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestoppt.

Fars veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der Epaminondas um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war. Der Frachter MSC Francesca lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Außerdem wurde ein Containerschiff namens Euphoria attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

Tasnim zufolge teilte die Revolutionsgarde mit, sie habe die MSC Francesca und die Epaminodes festgesetzt, da sie ohne Genehmigung auf Fahrt und ihre Navigationssysteme manipuliert gewesen seien. Dies habe die Sicherheit auf See gefährdet. 

Auch die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte am Mittwoch über Vorfälle in den Gewässern vor Iran berichtet.

Julia Daniel

Arabische Länder wollen Reparationen von Iran für Kriegsschäden 

Die arabischen Länder fordern von Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heißt es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen. „Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten“, heißt es in der Erklärung der Außenminister.

Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels in Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet. „Die arabischen Länder waren und werden keine Geiseln in den Händen Irans sein, um Rechnungen zu begleichen“, sagte Ahmed Abul Gheit, Generalsekretär der Organisation, Berichten zufolge. Die Arabische Liga umfasst 22 Staaten des arabischen Raums in Nordafrika und dem Nahen Osten. 

Julia Daniel

Bericht: Iran beschießt Containerschiffe in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden. Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarde habe sich dem Schiff genähert und Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.

Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall. Ein Containerschiff, das Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert hatte, sei beschossen worden und habe erheblichen Schaden erlitten.

Zu dem Angriff kam es laut UKMTO 15 Seemeilen nordöstlich von Oman. Alle Crewmitglieder sind demnach in Sicherheit. Die Besatzung des iranischen Boots habe ohne Funkwarnung das Feuer eröffnet und dabei die Brücke beschädigt, berichtet der Kapitän des Containerschiffs laut der Mitteilung.

Wenig später meldete die UKMTO erneut eine Attacke. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich von Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen demnach nicht vor. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Straße von Hormus bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hieß es. Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu entsprechenden Vorfällen.

Julia Daniel

Bericht: Toter nach Angriff Israels in Libanon - Israel dementiert 

Trotz der in Libanon geltenden Waffenruhe zwischen der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel soll es einem Bericht zufolge bei einem israelischen Drohnenangriff einen Toten gegeben haben. Zwei weitere Menschen seien in der Nacht im Süden der Bekaa-Ebene verletzt worden, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelischer Armeesprecher wies die Darstellung auf Anfrage hingegen zurück. Ein solcher Angriff sei dem Militär nicht bekannt, sagte er.

Tobias Bug

Iran richtet abermals mutmaßlichen Spion hin

Inmitten einer Serie von Hinrichtungen hat Irans Justiz erneut ein Todesurteil aufgrund von Spionagevorwürfen vollstreckt. Ein Mann sei am Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Irans Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt.

Bereits am Montag waren zwei Männer nach Spionagevorwürfen exekutiert worden. Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschahedin angehört haben sollen. Die Exil-Gruppe ist in Iran verboten. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem in Iran zu stürzen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf. Am Dienstag vollstreckte die Justiz zudem ein Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten Anfang Januar.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.

Tobias Bug

UN: Humanitäre Lage im Mittleren Osten verschlechtert sich

Die humanitären Folgen des Iran-Kriegs auch auf angrenzende Regionen zeichnen sich immer schärfer ab. Dies betrifft vor allem Afghanistan, wie das UN-Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) mitteilte. Demnach kehrten seit Konfliktbeginn 191 000 afghanische Flüchtlinge aus Iran und Pakistan in ihr Heimatland zurück.

Ein standardisierter Warenkorb mit Lebensmitteln verteuerte sich laut der UN-Einrichtung um 6,8 Prozent, die Kosten für Transporte in Afghanistan stiegen um 20 Prozent. Auch die breitere Lage in der Region verschlechtere sich, besonders in fragilen und importabhängigen Wirtschaften. Die Unterbrechung im Seehandel schlage sich für die Bevölkerung in sinkender Kaufkraft, Schwierigkeiten beim Zugang zu Nahrungsmitteln, Treibstoff und Dienstleistungen und höheren Kosten für humanitäre Hilfslieferungen nieder.

OCHA warnte, eine anhaltende Energie- und Handelskrise werde die Belastbarkeit weiter schwächen und Ernährungsunsicherheit verschärfen. Auch wenn Migrationsbewegungen aus Iran insgesamt begrenzt blieben, zeigten sich humanitäre Folgen des Kriegs durch eine angespanntere Lage für die Haushalte in der Region und einen eingeschränkten Handlungsspielraum für Hilfsmaßnahmen.

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