Trump lehnt Hilfe der Ukraine bei Abwehr iranischer Drohnen ab
US-Präsident Donald Trump sieht keine Notwendigkeit dafür, die von der Ukraine angebotene Hilfe bei der Verteidigung gegen iranische Drohnen anzunehmen. "Wir brauchen ihre Hilfe bei der Abwehr von Drohnen nicht", sagte Trump dem US-Sender Fox News. "Wir wissen mehr als alle anderen über Drohnen. Wir haben die besten Drohnen der Welt."
Die Ukraine hatte nach Beginn des Irankrieges mitgeteilt, dass das US-Militär sowie mehrere Golfstaaten die Hilfe ukrainischer Flugabwehr-Spezialisten für die Verteidigung gegen iranische Langstreckendrohnen angefordert hätten. Grund dafür seien die Erfahrungen der Ukraine bei der Abwehr russischer Drohnenangriffe. Der Iran, der Russland ab Ende 2022 mit Drohnen beliefert hat, setzt die gleichen sowie ähnliche Drohnen bei Angriffen im Golf ein.
Nach Angaben aus Kyjiw sind ukrainische Teams inzwischen in mehreren Golfstaaten angekommen. Mehrere internationale Medien berichteten zudem, dass die Golfstaaten mit der Ukraine über einen möglichen Kauf von Abwehrdrohnen verhandelten, die das Land selbst entwickelt hat und die beim Abschuss russischer Angriffsdrohnen effektiv sein sollen.
Das US-Portal Axios berichtete zuletzt, dass die USA bereits 2025 ukrainische Angebote ausgeschlagen hätten, Abwehrdrohnen aus dem Land zu erwerben. Inzwischen werde dies von US-Beamten aus dem Verteidigungsministerium als Fehler bezeichnet.
Russland bestellt Botschafter Frankreichs und Großbritanniens ein
Das russische Außenministerium hat im Zusammenhang mit dem Einsatz britischer Waffen durch die Ukraine die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs einbestellt. Es sei "offensichtlich", dass ein ukrainischer Angriff in der russischen Grenzregion Brjansk nicht ohne Hilfe der beiden Länder habe durchgeführt werden können, teilte das Außenministerium mit.
Das ukrainische Militär hatte am Dienstag eine Fabrik in Brjansk attackiert, in der nach ukrainischen Angaben und laut russischen Berichten Elektronik hergestellt wird, die für Kontrollsysteme russischer ballistischer Raketen verwendet wird. Bei dem Angriff sind nach Angaben der Militärführung in Kyjiw Marschflugkörper des Typs Storm Shadow eingesetzt worden. Die britischen Abstandswaffen sowie baugleiche Flugkörper aus Frankreich mit dem Namen Scalp-EG werden von der Ukraine seit Ende 2024 gegen militärische Ziele auf russischem Gebiet eingesetzt.
Laut Brjansks Behörden wurden bei dem Angriff sieben Menschen getötet und mehr als 40 verletzt. Russland spricht von einem "Terroranschlag", obwohl Videos gut belegen, dass der Angriff der Fabrik galt. Nach Angaben des Außenministeriums sind die Botschafter Frankreichs und Großbritanniens dazu aufgefordert worden, den Angriff als "Terroranschlag" zu verurteilen.
Macron will Freigabe von EU-Milliardenkredit durchsetzen
Ein bereits im Dezember angekündigter Kredit der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro soll den ukrainischen Staatshaushalt bis Ende 2027 sichern. Bislang scheitert die Freigabe der Mittel am Widerstand Ungarns. Die Ukraine werde die Hilfen dennoch erhalten, sicherte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen in Paris zu.
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Ukraine kritisiert Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch USA
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Lockern der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA vor dem Hintergrund des Iran-Krieges kritisiert. "Dies wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen", sagte Selenskyj nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Elyséepalast in Paris.
Die Lockerung könne Russland bis zu zehn Milliarden Dollar einbringen, wofür Moskau weitere Waffen kaufen könne. Macron zeigte sich verhalten kritisch und nannte die US-Entscheidung eine "zeitlich begrenzte Ausnahme", welche die von den USA selbst beschlossenen Sanktionen nicht dauerhaft infrage stelle. Der französische Präsident verwies auf die gemeinsame Position der G7-Staaten, nach der "der Anstieg der Ölpreise auf keinen Fall zu einer Änderung der Sanktionspolitik führen" dürfe.
Yannick von Eisenhart Rothe

Großbritannien kritisiert USA für Lockerung der Russlandsanktionen
Die britische Regierung hat sich von der vorübergehenden Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland aufgrund der gestiegenen Ölpreise distanziert. "Alle Partner sollten den Druck auf Russland und seine Kriegskasse aufrechterhalten", sagte der Sprecher des britischen Regierungschefs Keir Starmer.
"Unsere Unterstützung für die Ukraine schwächt Russlands Fähigkeit, in der ganzen Welt Krieg zu führen, sowohl militärisch als auch finanziell", fügte der Sprecher hinzu. Der beste Weg, "Russland an der Unterstützung feindlicher Akteure in der Welt zu hindern", sei, "unseren gemeinschaftlichen Druck beizubehalten".
Frankreich sagt Ukraine weiterhin Unterstützung zu
Anlässlich des Parisbesuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Frankreich dem angegriffenen Land seine ungebrochene Solidarität versichert, auch während des Irankriegs und der Ölkrise. "Die Kernbotschaft und der Hauptzweck dieses Besuchs sind es zu zeigen, dass nichts – keine Krise und keine Entwicklung – unsere Aufmerksamkeit von der Ukraine ablenken wird", sagte ein Vertreter des Präsidialamtes in Paris. Sie bleibe ein zentrales Sicherheitsthema. "Unsere Unterstützung für die Ukraine wankt nicht."
Russland zeigt sich über Lockerungen der Ölsanktionen erfreut
Der Leiter des russischen Anlagefonds und Verhandler im Ukrainekrieg, Kirill Dmitrijew, hat die Lockerung der Öl-Restriktionen für sein Land begrüßt. "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb er bei Telegramm. Die USA hatten eine 30-tägige Ausnahmeregelung erlassen, nach der russisches Öl in Tankern auf See verkauft werden darf. Russland erwartet, dass es weitere Ausnahmen geben könnte.
Selenskyj ist zu Beratungen mit Macron in Paris
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Sprechers bereits zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris eingetroffen. Die beiden Staatschefs wollen nach Angaben des französischen Präsidialamts darüber beraten, wie der Druck auf Russland erhöht werden kann, seinen Angriffskrieg auf die Ukraine zu beenden. Dafür wollen sie demnach unter anderem über die Bekämpfung der sogenannten russischen Schattenflotte sprechen – veraltete und unter fremder Flagge fahrende Schiffe, mit denen Russland die internationalen Sanktionen umgeht. Zudem wollen sie die weitere Unterstützung der Ukraine besprechen.
Ukraine rückt bei Kostjantyniwka und Orichiw vor
Die ukrainische Armee hat Gelände in den Regionen Donezk und Saporischschja zurückerobert. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht. Den Angaben zufolge sind ukrainische Truppen südlich von Kostjantyniwka und bei Orichiw vorgedrungen.
Russische Truppen sind in der Region Donezk an dem Frontabschnitt bei Pokrowsk vorgestoßen. Laut ISW haben sie das Dorf Hryschyne und die Pokrowska-Mine nördlich von Udatschne unter ihre Kontrolle gebracht.
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Russischer Drohnenangriff auf Odessa
Russland hat laut ukrainischen Angaben den Hafen von Odessa mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Lebensmittellager beschädigt worden. Ein ausgebrochenes Feuer sei mittlerweile gelöscht, teilte der ukrainische Gouverneur Oleh Kiper mit.
Ukraine und Rumänien starten gemeinsame Produktion von Drohnen
Die Regierungen Rumäniens und der Ukraine haben vereinbart, an einem Standort in Rumänien gemeinsam Drohnen herzustellen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein rumänischer Amtskollege Nicușor Dan unterzeichneten in Bukarest ein entsprechendes Abkommen. Die Produktion soll demnach "innerhalb kürzester Zeit" beginnen und mit 200 Millionen Euro aus einem EU-Verteidigungsprogramm finanziert werden.
Im Februar hatte die Ukraine bereits ein ähnliches Abkommen mit Deutschland unterzeichnet. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hatten Selenskyj und Verteidigungsminister Boris Pistorius offiziell die gemeinsame Produktion von Kampfdrohnen beschlossen. Bis Ende des Jahres sollen 10.000 Drohnen hergestellt werden. Selenskyj kündigte weitere ähnliche Partnerschaften mit anderen europäischen Ländern an.
In Rumänien unterzeichneten Selenskyj und Dan zudem ein Energieabkommen. Es sieht vor, die Stromleitungen zwischen den beiden Nachbarländern auszubauen. Zudem sicherte der ukrainische Präsident zu, den Schutz der rumänischen Minderheit in seinem Land zu erhöhen – ein Schritt, den Rumänien seit Jahren fordert.
In dem EU- und Nato-Land werden unter anderem ukrainische Piloten an F-16-Kampfjets ausgebildet. Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine war Rumänien immer wieder indirekt von den russischen Kampfhandlungen betroffen: So hatte Russland mehrfach ukrainische Häfen im Dnipro-Delta mit Drohnen angegriffen, die teils weniger als einen Kilometer entfernt von Rumäniens Grenze auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses liegen. Zudem haben russische Drohnen mehrmals bei Angriffen auf die Südukraine rumänischen Luftraum verletzt.
Havarierter russischer Gastanker treibt auf Lampedusa zu
Ein schwer beschädigter russischer LNG-Tanker bewegt sich nach Angaben Maltas ohne Besatzung auf die Insel Lampedusa zu. Der 277 Meter lange, schwer beschädigte Tanker Arcitc Metagaz könne zur Gefahr für andere Schiffe werden, warnten Maltas Schifffahrtsbehörden. Aktuell befindet sich das Schiff demnach 110 Kilometer von Maltas Küste entfernt in internationalen Gewässern.
Das Schiff war vergangene Woche nach einer Explosion vor der Küste Libyens in Brand geraten, die Besatzung wurde nach russischen Angaben nicht verletzt. Die libysche Küstenwache teilte mit, der Flüssiggas-Tanker sei gesunken. Doch zuletzt tauchten Fotos auf, die ihn mit erheblicher Schlagseite über der Wasseroberfläche zeigten.
Russland hatte der Ukraine vorgeworfen, den Tanker mit Seedrohnen, die von der libyschen Küste gestartet worden sein sollen, attackiert zu haben. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten mehrfach leer fahrende Öltanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer und im östlichen Mittelmeer angegriffen. Auch die Arctic Metagaz steht unter westlichen Sanktionen.
Ukraine stellt Unterstützern Daten für Training von Drohnen-KI bereit
Die ukrainische Regierung will ihren Partnerländern Daten, die bei Einsätzen ihrer Drohnen gesammelt wurden, zur Verfügung stellen. Damit könnten die Unterstützerstaaten der Ukraine KI-Software trainieren, die sie bei der Entwicklung eigener Drohnen einsetzten, teilte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow mit.
"Die Ukraine öffnet Schlachtfelddaten für das Training von KI-Modellen für autonome Systeme – als erstes (Land) weltweit", schrieb Fedorow auf X. "Millionen" aufgenommene Kampfsequenzen aus Tausenden von Missionen stünden den Partnerstaaten der Ukraine nun zur Verfügung.
Es handle sich um eine "Win-win-Situation": Die beteiligten Länder könnten ihre Technologien "mithilfe einzigartiger Daten" verbessern, die Ukraine profitiere von einer damit einhergehenden Erweiterung ihrer "Fähigkeiten an der Front".
Fedorow ist erst seit Januar Verteidigungsminister. Zuvor hatte er als Digitalminister die Modernisierung in ukrainischen Unternehmen und Behörden vorangetrieben und unter anderem den US-Milliardär Elon Musk davon überzeugt, der Ukraine den Zugang zu seinem Satelliten-Internetdienst Starlink zu ermöglichen.
Kurz nach seiner Ernennung hatte Fedorow angekündigt, in neuer Funktion auch im Militär zahlreiche Prozesse digitalisieren zu wollen und in der Kriegführung mehr denn je auf Drohnen in der Luft, zu Wasser und an Land zu setzen. Damit hofft er nach eigenen Angaben, die ukrainische Armee effizienter zu machen und zugleich die Verluste des russischen Militärs zu erhöhen.
Die Ukraine baut derzeit ihre rüstungstechnische Kooperation mit ihren Partnerländern aus. Im Februar hat etwa in Deutschland die gemeinsame Produktion ukrainischer Drohnen begonnen. Nach Beginn des Irankrieges haben nach Angaben aus Kyjiw und laut Medienberichten zudem zahlreiche Golfstaaten und das US-Militär ukrainische Abwehrdrohnen angefragt, um die iranischen Drohnenangriffe besser abwehren zu können.
EU will Druschba-Pipeline in der Ukraine inspizieren
Die EU-Kommission wartet nach eigenen Angaben auf eine Zustimmung der Ukraine, die russische Ölpipeline Druschba im Westen des Landes inspizieren zu lassen. Grund dafür sind ukrainische Angaben, wonach die Pipeline, die durch das Land verläuft, bei einem russischen Luftangriff Ende Januar beschädigt worden sein soll.
Die Ukraine hatte daraufhin den Betrieb der Pipeline eingestellt, über die Öl vor allem nach Ungarn und in die Slowakei transportiert wird. Die russlandfreundlichen Regierungen beider Länder werfen der Regierung in Kyjiw vor, über das Ausmaß der Schäden zu täuschen und die Lieferungen absichtlich aufzuhalten. Vor allem in Ungarn, wo sich Regierungschef Viktor Orbán Mitte April einer Wahl stellen muss, ist die Frage zu einem entscheidenden Wahlkampfthema geworden.
Orbán hatte der Ukraine vergangene Woche angedroht, eigene Inspektoren entsenden zu wollen und eine Inspektion der Pipeline mit Gewalt durchzusetzen. Daraufhin sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Drohungen in Richtung Orbáns aus, die von der EU-Kommission wiederum kritisiert wurden. Ungarn blockiert derzeit mit Blick auf die Unterbrechung der Öllieferungen einen von der Ukraine dringend benötigten Milliardenkredit der EU.
Zudem wurden in Ungarn Mitarbeiter einer staatlichen ukrainischen Bank während eines Geldtransports festgenommen. Inzwischen sind sie freigelassen worden, das dabei beschlagnahmte Geld in zweistelliger Millionenhöhe wurde jedoch einbehalten. Die Ukraine wirft Ungarn Erpressungsversuche vor. Die Regierung in Budapest bestreitet einen Zusammenhang zwischen der Festnahme und dem Streit um die Pipeline. Allerdings teilte ein Minister mit, das Geld werde einbehalten, bis der Ölfluss wiederhergestellt sei.
Ukrainische Drohnen attackieren russische Öl-Pumpstation
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Geheimdiensts SBU eine Öl-Pumpstation in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Nach dem Angriff sei auf dem Gelände, auf dem sich auch ein großes Öldepot befindet, ein Großbrand ausgebrochen, berichten die Nachrichtenagentur Reuters und ukrainische Medien unter Berufung auf SBU-Kreise. Die satellitenbasierte Feuerkarte der Nasa zeigt ebenfalls einen Brand an dem Gelände.
Die Zeitung Ukrajinska Prawda veröffentlichte Videos, die sich zuvor auf russischen Telegramkanälen verbreitet hatten und mehrere Brandherde auf dem Gelände zeigen. Die Pumpstation in Tichorezk gehört zu den größten Öl-Umschlagplätzen in Südrussland.
Die Ukraine greift regelmäßig Russlands Ölindustrie an, etwa mit Drohnenangriffen auf Öldepots, Raffinerien, Pumpstationen und Export-Terminals in der Nähe von St. Petersburg sowie in Noworossijsk am Schwarzen Meer.

vor 3 Stunden
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