Krieg gegen die Ukraine: Russland meldet weiteren Angriff auf Wildberries-Lagerhalle

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  • Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg gegen die Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
  • Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.
Umkämpft Russische BefestigungsanlagenRussische Kontrolle Vortag seit Kriegsbeginn vor KriegsbeginnZurückerobert Vortag seit Kriegsbeginn Zusätzl. erobertQuelle: Institute for the Study of War

Alara Yilmaz

Ukraine braucht weitere 400 Millionen Euro für Gaseinkäufe

Die Ukraine benötigt laut Energieminister Denys Shmyhal vor dem Winter weitere 400 Millionen Euro für Gaskäufe. Das Land gehe davon aus, dass Russland seine Angriffe auf den Energiesektor fortsetzen werde, schrieb der Minister auf Telegram.

Die Ukraine will nach Angaben Shmyhals vor dem kommenden Winter 14,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas einlagern. Dem Minister zufolge liegt das kritische Mindestlagervolumen bei 13,2 Milliarden Kubikmeter. Die Ukraine hat zudem mit mehreren Ländern Vereinbarungen über den Kauf von Flüssigerdgas getroffen, um Gasreserven aufzustocken.

Alara Yilmaz

Türkei pocht auf mehr Sicherheit im Schwarzen Meer 

Angesichts des Drohnenangriffs auf ein türkisches Schiff hat die Türkei Russland und die Ukraine dazu aufgefordert, Maßnahmen zur Gewährleistung der Schifffahrtssicherheit im Schwarzen Meer zu ergreifen. Es sei zutiefst besorgniserregend, dass trotz »all unserer Warnungen« zivile Schiffe im Schwarzen Meer ins Visier genommen würden, teilte das türkische Außenministerium mit.

Zuvor war ein türkisches Schiff in der Nähe des ​russischen Hafens Noworossijsk von einer Drohne angegriffen worden. Drei Besatzungsmitglieder wurden dabei schwer verletzt. Man ⁠verfolge den Zustand der betroffenen türkischen Staatsbürger aufmerksam, heißt es vom Außenministerium weiter.

Anna-Lena Schlitt

Russischer Soldat erschießt einen Kameraden und drei Zivilisten auf Krim 

Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen erschossen. Der Mann habe zunächst ​einen seiner Kameraden getötet und einen weiteren ‌verletzt, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, schrieb Raswoschajew. Angaben zum Motiv der Tat machte er nicht.

Maline Hofmann

Ukraine hält bei Oserne stand

Ukrainische Truppen sind nordöstlich von Slowjansk vorangekommen oder haben dort ihre Positionen gehalten. Das schreibt das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Geolokalisiertes Material vom 2. August zeigt demnach, wie russische Kräfte eine ukrainische Position am Ufer eines Sees nordwestlich der Stadt Oserne angreifen. Russland bereitet laut ISW zudem mögliche Angriffe in der Region Donezk vor.

Lesen Sie hier mehr zum aktuellen Frontverlauf:

Anna-Lena Schlitt

Russland meldet Abschuss von 320 ukrainischen Drohnen 

Die russischen Streitkräfte haben in ​der Nacht 320 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. ⁠19 Regionen seien betroffen gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Angaben, ob und wie viele Drohnen nicht abgefangen wurden, gab es nicht. 

Marla Noss

Russland hat nach eigenen Angaben sieben Frachtschiffe angegriffen

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums sieben Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen. Die Schiffe hätten im ukrainischen Hafen von Mykolajiw gelegen beziehungsweise seien im Schwarzen Meer unterwegs ​gewesen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf ⁠das Ministerium. Russland begründete Angriffe dieser Art bisher damit, dass so Rüstungsgüter ​für das ukrainische Militär transportiert würden. 

Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. 

Marla Noss

Gouverneur meldet Drohnenbeschuss auf eine Lagerhalle bei St. Petersburg 

Bei einem ‌Drohnenangriff ⁠in der ​Nähe von St. Petersburg ist ein Lagerhaus getroffen worden. ​Das teilte der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, auf Telegram mit. Bei dem getroffenen Lagerhaus soll es sich um eines der Lagerhäuser des Onlinenhändlers Wildberries in der Region Twer handeln. ​Das Gebäude sei beschädigt worden, teilte Gouverneur Vitali Koroljow ⁠mit. Zuvor hatte Wildberries, der ​Marktführer in Russland, mitgeteilt, dass sein Lager in der Nähe von St. Petersburg in Brand geraten sei. ‌Es gebe ⁠keine Verletzten.

Finnland hat als Reaktion auf den jüngsten Angriff ‌bei St. Petersburg im östlichen ​Finnischen Meerbusen eine vorübergehende Flugverbotszone eingerichtet. Das teilten ⁠die ​finnischen Streitkräfte auf der ‌Onlineplattform X mit.

Die Ukraine hatte ‌in der Vergangenheit wiederholt Lagerhäuser von Onlinehändlern ‌wie dem russischen Marktführer ​Wildberries angegriffen und dies damit begründet, dass diese auch vom russischen ​Militär genutzt werden. 

Maxim Nägele

Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen attackiert

Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr mit. Der Angriff traf demnach das Schiff Nadeschda, das unter der Flagge von Kamerun fährt, etwa 37 Kilometer vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei. Die Herkunft der Drohnen wurde bisher nicht offiziell bestätigt.

Türkische Medien berichteten unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten das Schiff angegriffen. Dadurch sei ein Brand an Bord ausgebrochen. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden.

Russland und die Ukraine haben zuletzt Angriffe auf Frachter im Schwarzen Meer sowie im Asowschen Meer zwischen der Krim und Russland ausgeweitet. Die Ukraine konzentriert sich dabei vor allem auf russische Frachter, die Treibstoff auf die Krim liefern. Russland hat seinerseits mehrere Frachter vor den ukrainischen Schwarzmeerhäfen attackiert, was ukrainische Exporte bedroht.

Alexander Eydlin

Militärexperten gehen bei tödlichem Drohnenangriff von Fehler der russischen Flugabwehr aus  

Beim Einschlag einer ukrainischen Drohne auf einem Strand an der südrussischen Schwarzmeerküste sind nach örtlichen Angaben sieben Menschen getötet und 40 weitere Personen verletzt worden. Drei der Toten seien Kinder, teilte ein Einsatzstab der Region Krasnodar mit. Derartig viele zivile Opfer sind bei ukrainischen Angriffen ungewöhnlich. Wie mehrere russische Medien unter Berufung auf Militärexperten berichten, könnte Russlands Flugabwehr für den Einschlag verantwortlich sein.

So spreche die Flugbahn des auf Video aufgenommenen Absturzes der Drohne auf einem gut besuchten Strand dafür, dass sie zuvor von kleinkalibrigen Feuerwaffen beschädigt worden sei, sagte die Analystengruppe CIT dem exilrussischen Investigativportal Agentstwo. Das passe auch dazu, dass auf dem Video des Absturzes Gewehrschüsse zu hören seien. Weiterhin hatten sich Zeugen laut russischen Medienberichten beklagt, dass kein Alarm zu hören gewesen sei.

Das unabhängige Onlineportal The Insider berichtet unter Berufung auf den ukrainisch-israelischen Militäranalysten David Scharp, ein absichtlicher Angriff auf den Strand sei sehr unwahrscheinlich. Derartige Drohnen würden vorprogrammierte Ziele attackieren, bisher seien keine Einsätze gegen Orte wie Strände beobachtet worden.

Als wahrscheinliche Ursachen für den Absturz nannte Scharp einen schlecht ausgeführten Abschuss, einen Fehler bei der Zielsteuerung oder eine Ablenkung der Drohne durch russische Störsignale. Dass auf die Drohne geschossen worden ist, spreche dafür, dass es in der Nähe ein militärisch relevantes Objekt gebe, das geschützt werde. Etwa 30 Kilometer vom Einschlagsort entfernt befindet sich die private Schwarzmeerresidenz von Wladimir Putin. Es gebe allerdings keinerlei Belege dafür, dass sie Ziel des Angriffs gewesen sei.

In der Vergangenheit hat es Agentstwo zufolge mehrere Fälle gegeben, bei denen ukrainische Drohnen und Raketen von der russischen Flugabwehr direkt über bewohntem Gebiet abgeschossen worden seien. Videos, die bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau Mitte Juni aufgenommen wurden, zeigten ebenfalls, wie mindestens eine fehlgeleitete Flugabwehrrakete schwere Schäden an der Moskauer Ölraffinerie angerichtet hatte.

Alexander Eydlin

Ukrainische Botschafterin in den USA entlassen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Olha Stefanischyna, die Botschafterin des Landes in den USA, entlassen. Der Schritt war seit Wochen erwartet worden. Stefanischyna teilte auf Facebook mit, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.

Ukrainische Medien berichteten seit geraumer Zeit, Stefanischyna könnte ihren Posten räumen. Grund dafür sei, dass die Antikorruptionsbehörden in Kyjiw Ermittlungen gegen sie vorbereiten würden. Personen im Umfeld Stefanischynas wird bereits seit vergangenem Jahr Vorteilsnahme vorgeworfen. Dass die Diplomatin zurücktritt, um die Beziehungen der Ukraine zu den USA nicht zu gefährden, galt daher als wahrscheinlich.

Als Nachfolgerin wurde in den vergangenen Wochen Julija Swyrydenko gehandelt, die bis Mitte Juli Regierungschefin der Ukraine war. Swyrydenko hat in ihrer Zeit als Ministerpräsidentin mehrfach mit der US-Regierung verhandelt und soll dabei gute Beziehungen zu Mitgliedern des Kabinetts von US-Präsident Donald Trump aufgebaut haben.

Allerdings berichteten ukrainische Medien zuletzt, die Politikerin habe den Posten der Botschafterin abgelehnt. Die USA haben nach Beginn von Trumps Amtszeit ihre Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt, versorgen die Ukraine aber weiterhin mit Geheimdienstdaten, die als wichtig für ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland sowie die Abwehr russischer Raketenangriffe gelten. Die Beziehungen zur US-Regierung sind für die Ukraine daher trotz Trumps Waffenlieferstopps weiterhin zentral.

Alexander Eydlin

Selenskyj nimmt weitere Personalwechsel vor

Wenige Wochen nach dem umstrittenen Regierungsumbau in der Ukraine setzt Präsident Wolodymyr Selenskyj die Personalwechsel fort. Der bisherige Sekretär des Sicherheitsrats und Chefverhandler der Ukraine bei Gesprächen mit den USA, Rustem Umjerow, soll Chef des Auslandsgeheimdiensts SSRU werden. Seinen bisherigen Posten erhält der frühere Innenminister Ihor Klymenko.

Selenskyj hatte Klymenko nach der vielfach kritisierten Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow als dessen Nachfolger nominiert, die Personalie aber zurückgenommen. Damit gehört Klymenko dem neuen Kabinett nicht mehr an, obwohl die Entlassung des Innenministers nicht geplant war. Bei Umjerows Versetzung an die Spitze des Auslandsgeheimdiensts könnte es daher vor allem um den Posten im Sicherheitsrat gehen, den nun Klymenko übernimmt.

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Mathis Gann

Russlands Botschaft in Italien macht Ukraine für Sprengstoffanschlag verantwortlich

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in Moskau hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. Für die Gewalt sei die »Terrorbande« des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verantwortlich, schrieb die Botschaft in sozialen Medien. Zuvor hatte die russische Führung die Ukraine nicht offiziell beschuldigt.

Die Ukraine habe einen »Terroranschlag« in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus geplant, teilte Russlands Botschaft in Italien mit. Ziel sei gewesen, Italiener einzuschüchtern, die in Russland arbeiten. Nur dank des Sicherheitsdienstes seien der aus Neapel stammende Chefkoch und sein Team unverletzt geblieben. Die Botschaft sprach von fünf Toten und 19 Verletzten. Zuvor war von drei Toten und 21 Verletzten die Rede.

Am Samstagabend war es in einem Restaurant in Moskau zu einer Explosion gekommen. Zu den Hintergründen halten sich die russischen Behörden bislang bedeckt. 

Pia Packmohr

Sechs Tote nach ukrainischen Gegenangriffen im Schwarzmeerraum

Bei ukrainischen Angriffen sind mindestens sechs Menschen in der Schwarzmeerregion getötet worden. In dem russischen Badeort Archipo-Ossipowka seien drei Personen getötet und 13 verletzt worden, teilte der Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, mit.

Bei einem ukrainischen Angriff auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim seien drei Menschen getötet worden, wie der von Russland eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow mitteilte. Zwei weitere seien verletzt worden.

Hella Kemper

Russland meldet Angriffe auf drei ukrainische Schiffe

Die russische Armee hat nach eigenen ​Angaben drei ukrainische Schiffe mit Militärgütern im Schwarzen Meer sowie ein Frachtschiff ​im Hafen von Mykolajiw getroffen. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram ‌mit. ⁠Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst ​nicht vor.

Mathis Gann

Ukraine greift erneut russischen Versandhändler Wildberries an

Die Ukraine hat erneut ein Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries angegriffen. Bei dem Drohnenangriff ist laut russischen Behörden ein Logistikzentrum im Gebiet Wladimir in Brand geraten, 180 Kilometer östlich von Moskau. Gouverneur Alexander Awdejew sprach von zwei Verletzten.

Wildberries bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum. Die Beschäftigten seien aus dem Gebäude gebracht worden. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden machte das Unternehmen zunächst nicht.

Die Ukraine wirft Wildberries vor, auch Bedarf für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russischen Angaben zufolge wurden seit Mitte Juli rund 20 Standorte des Versandhändlers in verschiedenen Teilen Russlands sowie auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim angegriffen.

Angriffe gab es demnach unter anderem nahe St. Petersburg sowie in Simferopol, Krasnodar, Wolgograd und Samara. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat der größte russische Versandhändler durch die Angriffe bislang etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren, der Schaden wird auf rund drei Milliarden Euro geschätzt.

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