Krieg gegen die Ukraine: Rubio bezichtigt Selenskyj der Lüge über US-Sicherheitsgarantien

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Maxim Nägele

US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge über Sicherheitsgarantien der USA

US-Außenminister Marco Rubio hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, über die Position der USA bei den Ukraine-Verhandlungen zu lügen. Selenskyj hatte am Donnerstag gesagt, die USA bestünden auf einer Abtretung des gesamten ostukrainischen Donbass an Russland als Voraussetzung für Sicherheitsgarantien. "Das ist eine Lüge", sagte Rubio am Rande des G7-Außenministertreffens bei Paris mit Blick auf diese Äußerung.

"Es ist bedauerlich, dass er das gesagt hat, denn er weiß, dass das nicht stimmt", fügte der US-Außenminister hinzu. Selenskyj sei lediglich gesagt worden, dass "Sicherheitsgarantien für die Ukraine solange nicht in Kraft treten werden, bis der Krieg zu Ende geht." Dies sei "offensichtlich", sagte Rubio und es sei nicht in Verbindung mit Gebietsabtretungen der Ukraine gebracht worden.

Sarah Kohler

Rubio schließt nicht aus, Waffen für die Ukraine stattdessen in den Nahen Osten zu schicken

US-Außenminister Marco Rubio hat nicht ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten für die Ukraine eingeplante Waffen stattdessen anderweitig nutzen könnten. Wenn es einen entsprechenden Bedarf gebe, stünden die USA immer an erster Stelle, sagte er nach Gesprächen der G7-Außenminister. Das gelte auch, wenn es darum gehe, eigene Lager zu füllen oder "eine Mission im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten zu erfüllen". Bisher seien aber noch keine der Ukraine versprochenen Waffen stattdessen in den Nahen Osten gebracht worden. Davor hatte der deutsche Außenminister Johann Wadephul zuvor gewarnt.

Iven Fenker

Ukraine und Saudi-Arabien wollen bei Verteidigung zusammenarbeiten

Die Ukraine und Saudi-Arabien haben eine Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich vereinbart. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mit. Demnach haben beide Länder die "Grundlage für künftige Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen" geschaffen. "Zudem stärkt es die internationale Rolle der Ukraine als Sicherheitspartner."

"Wir sind bereit, unser Fachwissen und unsere Systeme mit Saudi-Arabien zu teilen und gemeinsam daran zu arbeiten, den Schutz von Menschenleben zu stärken", schrieb Selenskyj. "Seit nunmehr fünf Jahren wehren sich die Ukrainer gegen dieselbe Art von Terroranschlägen (…), die das iranische Regime derzeit im Nahen Osten und in der Golfregion verübt." Auch Saudi-Arabien verfüge über Fähigkeiten, die für die Ukraine von Interesse sind, schrieb er.

Christina Felschen

Ukrainische Truppen drängen Angreifer bei Oleksandriwka und Saporischschja zurück

Mit Beginn der russischen Frühjahrsoffensive sind die Kämpfe entlang der Front heftiger geworden. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen demnach, dass ukrainische Soldaten das Dorf Beresowe bei Oleksandriwka und zwei Orte südlich von Saporischschja-Stadt befreit haben. In Charkiw vertrieben sie die Angreifer demnach aus einem Stadtteil von Wowtschansk.

Unterdessen kam Russland laut dem ISW auch an drei Stellen voran: Aufnahmen zeigen, dass russische Einheiten bei heftigen Angriffen in Richtung Slowjansk die Siedlung Kalenyky einnahmen. Außerdem rückten sie westlich der besetzten Industriestadt Pokrowsk vor, und einzelne Soldaten drangen in den Norden der Stadt Kupjansk ein.

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Mounia Meiborg

Putin wirbt bei Oligarchen um Spenden für Staatshaushalt

Der ‌russische ⁠Präsident ​Wladimir Putin bittet einem Zeitungsbericht zufolge Oligarchen ​um Spenden für den Staatshaushalt. Damit sollen die Finanzen des Landes angesichts der hohen ⁠Kosten für ​den Krieg ‌in der Ukraine ‌stabilisiert werden, berichtet die Financial ​Times unter Berufung auf ​drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Putin wolle weiterkämpfen, bis ‌Russland die ​verbleibenden, noch nicht kontrollierten Gebiete ⁠in ​der ostukrainischen ‌Donbass-Region eingenommen habe, heißt es ‌in dem Bericht weiter. 

Bastian Hartig

Neuer Fonds der US-Regierung soll verschleppten ukrainischen Kindern helfen

Die US-Regierung hat einen Fonds für die Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder nach Russland eingerichtet. Die Mittel in Höhe von 25 Millionen US-Dollar (21,7 Millionen Euro) sollen für "die Identifizierung, Rückführung und Rehabilitation ukrainischer Kinder und Jugendlicher, die gewaltsam verlegt oder auf andere Weise von ihren Familien und Gemeinschaften ferngehalten wurden", genutzt werden, teilte das US-Außenministerium mit. Das Geld solle dabei helfen, vertriebene Kinder zu identifizieren und nachzuverfolgen sowie ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern.

Die ukrainische First Lady, Olena Selenska, begrüßte die Einrichtung des Fonds. "Alle ukrainischen Kinder müssen zurückkehren", schrieb sie im Onlinedienst X. Die Frage der verschleppten Kinder ist in der Ukraine äußerst sensibel und bleibt in jeder neuen Verhandlungsrunde über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den Regierungen in Kyjiw und Moskau von zentraler Bedeutung.

Dieter Hoß

Selenskyj will in Saudi-Arabien Drohnen-Know-how gegen Hilfe im Krieg gegen Russland anbieten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben in Saudi-Arabien zu "wichtigen Gesprächen" eingetroffen. Es gehe darum, die Beziehungen zu den Staaten in der Golfregion angesichts des Irankriegs zu stärken.

Demnach bietet die Ukraine in Riad Expertise in der Luftabwehr und in Drohnentechnologie an, die der Verteidigung gegen iranische Schläge dienen könnten. Im Gegenzug erhofft sich Selenskyj nach eigener Aussage eine Unterstützung im eigenen Kampf gegen Russland. Ukrainische Spezialisten sollen auch nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt worden sein.

Alena Kammer

Türkischer Frachter mit russischem Öl an Bord im Schwarzen Meer angegriffen

Im Schwarzen Meer ist ein von einer türkischen Reederei betriebener und mit russischem Öl beladener Frachter angegriffen worden. "Wir gehen davon aus, dass der Angriff nicht von einer Drohne, sondern von einem unbemannten Oberflächenfahrzeug auf Wasserhöhe ausgeführt wurde", sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu im Fernsehsender 24 TV. Dem Minister zufolge transportierte das Schiff Rohöl aus Russland.

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Marla Noss

Russische Drohnentrümmer in Rumänien abgestürzt

Die Trümmer einer abgeschossenen Drohne sind nach Angaben aus Bukarest auf rumänischem Territorium abgestürzt. Diese seien am Rande des Dorfes Parches im Grenzbezirk nahe der Ukraine gefunden worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Schäden habe es nicht gegeben. 

Den Angaben zufolge wurde die Drohne während eines russischen Angriffs von der ukrainischen Luftverteidigung abgefangen und zerstört.

Sophia Reddig

Selenskyj: USA wollen Sicherheitsgarantien nur bei Aufgabe des Donbass geben

Die US-Regierung verlange anscheinend, dass der gesamte Donbass im Osten der Ukraine an Russland abgegeben werde. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Die USA äußerten sich zunächst nicht.

Selenskyj warnte davor, dass ein solcher Rückzug aus dem Donbass die Sicherheit der Ukraine und damit Europas gefährden würde.

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Marla Noss

Russischer Angriff beschädigt Infrastruktur in Odessa 

In der Nacht hat es einen russischen Angriff auf die südliche ukrainische Region Odessa gegeben. Dabei wurde die Hafen-, Energie- und Industrieinfrastruktur in der Region Odessa am Schwarzen Meer beschädigt, wie Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Zudem führte der Angriff in einigen Ortschaften zu einer Unterbrechung der Stromversorgung. Es gab seinen Angaben zufolge eine verletzte Person.

Christina Felschen

Ukrainische Truppen stoppen erneut russischen Vormarsch auf Kostjantyniwka

Trotz heftiger Angriffe haben ukrainische Soldaten Russlands Armee im Südosten von Kostjantyniwka und außerhalb der Stadt zurückgedrängt. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen, dass sie einige Straßenzüge im Südosten befreit haben, außerdem einen Bereich nördlich der Vorstadt Iwanopillja und bei Stupochky nördlich der Stadt.

Weitere Aufnahmen zeigen demnach, dass Russlands Armee Soldaten in Kleingruppen hinter ukrainische Linien in die südöstlichen Vororte der Stadt Lyman schickt. Dort rückte sie allerdings nicht weiter vor. Das gelang den Angreifern zuletzt nur bei der Kleinstadt Huljajpole im Osten der Region Saporischschja.

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Marla Noss

Drohnenangriff beschädigt russisches Industriegebiet 

In der nordwestrussischen Region Leningrad ist nach Angaben der örtlichen Behörden durch einen Drohnenangriff ein Industriegebiet ​beschädigt worden. Gouverneur Alexander Drosdenko sprach von 20 Drohnen, die über der Region abgeschossen worden seien sollen. Verletzte gab es demnach nicht. 

Das beschädigte Industriegebiet liegt in ​der Umgebung von Kirischi. Dort befindet sich eine der größten Ölraffinerien Russlands, die schon mehrfach zum Ziel ukrainischer ​Drohnenangriffe wurde. Die Ukraine hatte in der Region zuletzt auch wiederholt die Ölverladehäfen Ust-Luga und Primorsk mit Drohnen angegriffen.

Ulrike Tschirner

Britische Armee darf Schiffe der russischen Schattenflotte festsetzen

Die britische Regierung hat der Armee des Landes die Erlaubnis erteilt, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern und zu beschlagnahmen. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe zugestimmt, "dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden nun Schiffe stoppen können, die vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurden und britische Gewässer durchqueren", teilte die britische Regierung mit. Seit Kriegsbeginn habe die Regierung bereits mehr als 500 dieser Schiffe auf die Sanktionsliste gesetzt.

Großbritannien werde "die Schattenflotte weiter in die Zange nehmen, indem es britische Gewässer, einschließlich des Ärmelkanals, für sanktionierte Schiffe sperrt". Starmer begründete den Schritt damit, die russischen Einnahmen durch die Schattenflotte reduzieren zu wollen. Diese nutzt Russland unter anderem, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren.

Bastian Hartig

Zwei Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen in Belgorod

In der russisch-ukrainischen Grenzregion Belgorod sind nach russischen Angaben zwei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Bei den Toten handle es sich um einen 18-Jährigen, der auf einem Motorrad unterwegs gewesen sei, und eine Frau, die sich in ihrem Auto befunden habe, schrieb der Gouverneur der Region, Wiacheslaw Gladkow, auf Telegram.

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