Für diese Menschen gab es nur noch eine Chance, den Flammen zu entkommen – die Flucht über den Seeweg. Die griechische Küstenwache rettete am Mittwoch insgesamt 31 Menschen von der Küste Kretas, wo gerade mehrere Waldbrände wüten.
Fünf Ortschaften wurden auf der Insel schon evakuiert. Die Feuerfront erstreckt sich über rund 15 Kilometer. Medienberichten zufolge sind auch rund 8000 Urlaubsgäste betroffen.
»Es war beängstigend, ja, wir konnten die Flammen auf den Hügeln oberhalb des Dorfes sehen, und die Polizei und die Feuerwehr forderten einfach alle auf, das Dorf sofort zu verlassen.«
»Das war ein echtes Trauma, so etwas ist mir noch nie in meinem Leben passiert.«
Das Feuer war erst gegen Mittag ausgebrochen, breitete sich wegen starken Winds aber schnell aus. Und: Die Wetterbedingungen erschweren auch die Löscharbeiten: Löschhubschrauber und -flugzeuge können wegen des starken Winds zum Teil nicht eingesetzt werden.
Mehr als 200 Feuerwehrleute kämpfen allein auf Kreta gegen die Flammen. Zwei Einsatzkräfte kamen ums Leben, als sie im Kampf gegen das Feuer von den Flammen eingeschlossen wurden. Ein weiterer Feuerwehrmann starb bei einem Brand auf dem griechischen Festland.
Auch die griechischen Inseln Paros und Lesbos kämpfen gegen Brände. Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Kilometern pro Stunde verschärfen auch hier die Lage. Das Ministerium für Katastrophenschutz gab für Donnerstag die zweithöchste Feuerwarnstufe für mehrere Regionen aus – darunter Kreta, den Großraum Athen, den Osten der Peloponnes sowie weite Teile der Ägäis.

vor 1 Stunde
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