Konferenz re:publica: Die letzte Party auf der »Titanic«

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Wie schlecht es um die Online-Diskussionskultur im Speziellen und die Lage der Menschheit im Allgemeinen steht, kann man schon am Montagmorgen ahnen.

Donald Trump, die rechten Tech-Bros, der Aufstieg der AfD – die dunklen Geister der Gegenwart schweben wie Dementoren aus einem Harry-Potter-Roman über der Eröffnung der Konferenz re:publica am Berliner Gleisdreieck. Um das Grauen zu bändigen, stimmen die Besucher einmal ein Lied an. »Hallo ihr kleinen Mäuse« begrüßt sie der ehemalige Viva-Moderator Nilz Bokelberg.

Dann fordert er sie auf, das Motto der Konferenz zu singen: »Never Gonna Give You Up«, ein Lied, das der Sänger Rick Astley im Jahr 1987 zu einem Welterfolg gemacht hat und das Internet zu einem Meme. Der Refrain handelt davon, dass man seine große Liebe niemals aufgeben, niemals enttäuschen, niemals zum Weinen bringen werde.

Never gonna make you cry
Never gonna say goodbye
Never gonna tell a lie and hurt you

 Erkennungszeichen einer aufgeklärten urbanen Klasse

Gast auf der re:publica: Erkennungszeichen einer aufgeklärten urbanen Klasse

Foto: Anne Barth / re:publica

Es sind Reime, die der Saal mit einer Inbrunst mitsingt wie sonst eine katholische Kirchengemeinde »Großer Gott, wir loben dich«. Es ist ein fast sakraler Moment. Und man kann ihn nur verstehen, wenn man die Geschichte dieser Veranstaltung kennt, die im Jahr 2007 von ein paar engagierten Bloggern und Internetfreaks gestartet wurde und im Laufe der Jahre zur größten Digitalkonferenz ihrer Art in Europa aufstieg.

Die re:publica war immer mehr als nur ein Treffen von Programmierern und Geschäftsleuten, die im Netz Geld verdienen wollten. Der Besuch der Konferenz wurde bald zum Statement: zum Erkennungszeichen einer aufgeklärten urbanen Klasse, die fest daran glaubt, dass das Netz die Welt zu einem besseren Ort machen kann.

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