KI-Bilder: ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten räumt Fehler ein

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Nach der Kontroverse über mit künstlicher Intelligenz (KI) generierte Bilder in einem Nachrichten-Beitrag im »heute-journal« hat ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten Fehler eingeräumt. »Die Tragweite des Themas wurde spät erkannt«, sagte sie in einem Interview mit der »Süddeutschen Zeitung«. »Wir sind beschädigt, aber auch klüger«.

Wegen des Vorfalls hatte es intensive Kritik am ZDF gegeben. Politiker hatten Aufklärung von dem öffentlich-rechtlichen Sender verlangt. Nicola Albrecht, Autorin des Beitrags und Leiterin des ZDF-Studios in New York, war kurz danach von ihrer Funktion entbunden worden – was ebenfalls kritisiert wurde, unter anderem vom langjährigen Moderator der Sendung, Claus Kleber.

Schausten verteidigt Abberufung von Korrespondentin

Wie es nun in der »Süddeutschen« heißt, habe ZDF-Intendant Norbert Himmler auf Nachfragen an seine Chefredakteurin Bettina Schausten verwiesen.

Diese erneuerte in dem Interview die Kritik an der eigenen Korrespondentin, stellte zugleich aber mögliche weitere Konsequenzen in den Raum. »Der Fehler von Nicola Albrecht hätte aber nicht passieren dürfen«, so Schausten. »Auch auf redaktioneller Seite gab es Mängel, und die schauen wir uns sehr genau an. Das kann auch arbeitsrechtlich noch Konsequenzen haben.«

Chefredakteurin sieht in KI-Vorfall »eine Chance«

Schausten sagte im Interview, sie gehe »in keiner Weise« davon aus, dass die bisherige Korrespondentin gezielt falsche Bilder aus den USA überspielt habe. Gleichwohl verteidigte sie die gezogenen Konsequenzen: »Sie ist Leiterin unseres Studios in New York und damit auch eine Führungskraft, die noch mal höhere Anforderungen hat, Regeln auch einzuhalten.«

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