Karibik: US-Militär beschlagnahmt weiteren Öltanker

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Zum siebten Mal haben die USA in der Karibik einen Öltanker festgesetzt. Das US-Militär begründete dies mit einem Verstoß gegen die verhängte Ölblockade gegen Venezuela.

21. Januar 2026, 0:49 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,

 Bereits Anfang Januar haben die USA den Öltanker Xanthos Eos festgesetzt.
Bereits Anfang Januar haben die USA den Öltanker Xanthos Eos festgesetzt. © Edgar Frias/​picture alliance/​dpa/​AP

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt. Marineinfanteristen und Marinesoldaten hätten den Tanker "Sagitta" ohne Zwischenfälle eingenommen, erklärte das Süd-Kommandos der US-Streitkräfte (Southcom) am Dienstag im Onlinedienst X. Das Schiff habe gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängte Ölblockade gegen Venezuela verstoßen, hieß es zur Begründung.

Die USA seien entschlossen zu sichern, dass nur ordnungsgemäß und rechtmäßig koordiniertes Öl das südamerikanische Land Venezuela verlässt, hieß es weiter. Laut Southcom verlief der Einsatz erneut "ohne Zwischenfälle".

Siebter Vorfall dieser Art

Es handelt sich um den siebten Tanker, der von den USA in der Region festgesetzt wurde. Die USA hatten Ende Dezember – vor der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro – eine Blockade gegen sanktionierte Öltanker verhängt, die Venezuela ansteuern oder verlassen.

Die US-Streitkräfte haben ihre Präsenz in der Karibik stark ausgebaut. Unter anderem wurden in den letzten Monaten zusätzliche Kampfflugzeuge und der weltgrößte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" in die Region verlegt. Am 3. Januar nahm das US-Militär bei einer Operation in Caracas Machthaber Nicolás Maduro fest. Der Präsident und seine Frau Cilia Flores wurden nach New York gebracht. Dort soll ihnen der Prozess wegen "Drogendelikten" gemacht werden.

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