London, 20.04.26
Rebecca Paul, Abgeordenete
»Vor sieben Monaten berichtete eine überregionale Zeitung, dass (Peter) Mandelson die Sicherheitsüberprüfung nicht bestanden habe. Wie ist es also möglich, dass niemand in der Downing Street Nr. 10 bis vergangene Woche davon wusste?«
Graham Stuart, Abgeordneter
»Dies ist ein demütigender Tag für den Premierminister, das Unterhaus und für das ganze Land. Können Sie uns nicht ein einziges Mal eine klare Antwort geben?«
Der Druck auf Keir Starmer in der Affäre um die Ernennung des Epstein-Freundes Peter Mandelson zum Botschafter in den USA wächst. Mehrere Oppositionspolitiker legen ihm den Rücktritt nahe, Starmer kommt ins Stammeln:
Shockat Adam, Abgeordneter:
»Wird der Premierminister akzeptieren, dass er die Verantwortung trägt, dass dies seine Schuld ist, und das Richtige tun?«
Keir Starmer, Premierminister
»Mr. Speaker, diese Informationen wurden von mir vorenthalten – äh – sie wurden mir vorenthalten, unter den Umständen, die ich dem Unterhaus dargelegt habe.«
Am Nachmittag hatte Keir Starmer die Sondersitzung des Unterhauses mit einer Entschuldigung eingeleitet:
Keir Starmer, Premierminister
»Im Kern geht es hier auch um eine falsche Entscheidung, die ich getroffen habe. Ich hätte Peter Mandelson nicht ernennen dürfen. Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung. Und ich entschuldige mich erneut bei den Opfern des Pädophilen Jeffrey Epstein, denen meine Entscheidung eindeutig nicht gerecht geworden ist.«
Die Schuld, so Starmer, tragen aber andere: Der Premier versicherte, ihm sei NICHT mitgeteilt worden, dass Mandelson vor seiner Berufung durch die obligatorische Sicherheitsprüfung gefallen war – ein Versäumnis seiner Beamten im Auswärtigen Amt.
Auch fragwürdige Verbindungen Mandelsons zu China und Russland wurden ignoriert. So auch Mandelsons Tätigkeit in dem russischen – und Kreml-nahen – Mischkonzern Sistema.
Lincoln Jopp, Abgeordneter:
»Wir haben also nun festgestellt, dass der Premierminister tatsächlich wusste, dass Peter Mandelson Direktor bei Sistema gewesen war, als er ihn ernannte. Warum um alles in der Welt sollte der Premierminister unsere nationale Sicherheit auf diese Weise aufs Spiel setzen?«
Aus diesem Aspekt der Affäre Mandelson wird sich der Premier vermutlich nicht so leicht herausreden können. Der Druck auf Keir Starmer wächst weiter.

vor 2 Stunden
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