In Japan laufen Bären immer öfter in besiedeltes Gebiet, tödliche Bärenangriffe nehmen zu: Seit dem 1. April gab es nach offiziellen Angaben mindestens fünf Todesfälle durch Bärenattacken. Wegen der zunehmenden Gefahr werden nun mehr als 800 Überwachungskameras installiert. Wie das japanische Umweltministerium mitteilt, sollen zuerst sechs große Bärenpopulationen in den Bergen der nördlichen Region Tohoku überwacht werden. In den kommenden vier Jahren soll das Bären-Monitoring dann auf das ganze Land ausgeweitet werden.
Um wirksame Schutzmaßnahmen zu entwickeln, sollen die Bären zunächst besser überwacht werden. Bisher hätten die einzelnen Regionen dies »zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Methoden« gemacht, sagte der Beamte Yu Takahashi vom Umweltministerium. »Unser Plan ist es, eine genauere Erhebung vorzunehmen, indem wir uns auf bestimmte Populationen konzentrieren.«
Um die Bären in die Kamerafallen zu locken, werden Gefäße mit Honig daran befestigt. Wenn sich die Bären zum Schnuppern auf die Hinterbeine stellen, sollen sie anhand der weißen Fellfärbung auf der Brust, die bei jedem Kragenbären einzigartig ist, identifiziert werden.
In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Fachleute führen die Zunahme der Angriffe auf Menschen auf die schnell wachsende Bärenpopulation, deren Nahrungssuche und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete zurück.

vor 1 Stunde
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