Italien: Giorgia Meloni verurteilt Deepfake von sich als politischen Angriff

vor 15 Stunden 3

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wehrt sich gegen Deepfake-Fotos. Mehrere solcher Bilder seien in der Vergangenheit mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und in sozialen Medien verbreitet worden, sagte sie am Dienstag. Die Bilder würden dazu benutzt, sie politisch anzugreifen und zu diskreditieren.

Meloni teilte eins der Deepfakes bei Facebook, verbunden mit dem Beitrag eines anderen Nutzers, der das Bild bereits kommentiert hatte: Die Ministerpräsidentin solle sich schämen. Das Bild zeigt die Politikerin im Bett posierend und nur in Unterwäsche bekleidet.

»Deepfakes sind ein gefährliches Werkzeug, weil sie jeden täuschen, manipulieren und ins Visier nehmen können«, schrieb sie auf Facebook. »Ich kann mich verteidigen. Viele andere nicht.« Ob sie den Vorfall bei der Polizei meldet, ist unklar. Sie räumte jedoch ein, dass die Fotomanipulation sie »viel besser aussehen« lasse. Es bleibe aber bei der Tatsache, dass manche Menschen »absolut alles« tun würden, um andere anzugreifen und Lügen zu fabrizieren.

Meloni warnte davor, solche Bilder zu verbreiten, ohne sie vorher auf Echtheit zu überprüfen. »Eine Regel sollte immer gelten: erst verifizieren, dann glauben, und erst denken, dann teilen«, sagte sie.

Vor zwei Jahren hatte die Politikerin bereits gegen einen Mann aus Sardinien Anklage erhoben. Ihm wurde vorgeworfen, pornografische Bilder von Meloni erstellt und verbreitet zu haben.

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