Israelische Angriffe: Donald Trump verkündet Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

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Laut dem US-Präsidenten soll die Feuerpause noch drei Wochen weitergehen. Trump rechnet mit Frieden in diesem Jahr. Die Hisbollah-Miliz hat sich bisher nicht geäußert.

24. April 2026, 2:04 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,

 Israelische Luftangriffe haben Gebäude in der libanesischen Küstenstadt Tyros zerstört.
Israelische Luftangriffe haben Gebäude in der libanesischen Küstenstadt Tyros zerstört. © Mahmoud Zayyat/​AFP/​Getty Images

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bis Mitte Mai bekanntgegeben. »Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert«, teilte Trump auf seinem Onlinedienst mit. Zuvor hatte er Vertreter beider Länder im Weißen Haus empfangen.

Ursprünglich war die Feuerpause auf zehn Tage angesetzt; sie wäre ohne Verlängerung am Sonntag ausgelaufen. Allerdings ist die Waffenruhe brüchig. Am Donnerstag meldete das libanesische Gesundheitsministerium drei Tote und zwei Verletzte nach israelischen Angriffen auf den Südlibanon. Reporter berichten von ganzen Dörfern im Libanon, die von israelischen Soldaten abgerissen wurden.

Die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon feuerte im Gegenzug Raketen auf den Norden Israels – »als Reaktion auf die Verletzung der Waffenruhe« durch Israel, teilte die Gruppe in einer Stellungnahme mit.

Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht zu Trumps Ankündigung einer verlängerten Waffenruhe. Sie hatte bereits nach Verkündung der ersten Waffenruhe offen gehalten, ob sie sich daran halten werde.

»Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen«, schrieb Trump. Zudem werde er in naher Zukunft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun empfangen.

Erstmals sprechen Libanon und Israel wieder miteinander

Das Treffen im Weißen Haus bezeichnete Trump als historisch. Es ist neu, dass der Libanon und Israel direkt miteinander sprechen. Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Washington direkte Verhandlungen auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon gegeben – zum ersten Mal seit Jahrzehnten. Die Hisbollah-Miliz und Israel lehnen dagegen direkte Gespräche miteinander ab.

Auch das jüngste Treffen im Weißen Haus fand zwischen den Botschaftern beider Länder statt. Laut Trump nahmen weitere ranghohe Vertreter beider Länder teil, ebenso sein Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio sowie die US-Botschafter in Israel und im Libanon.

Israel strebt nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an sowie eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Hisbollah weigert sich bisher aber, die Waffen abzugeben. Die libanesische Regierung hat bereits den Druck auf die militante Gruppe erhöht und will ihren Einfluss im Land eindämmen.

Der Libanon will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Landes erreichen. Israels Truppen haben den Süden seit anderthalb Jahren besetzt – bisher ohne Aussicht auf einen raschen Abzug. Ein umfassendes Friedensabkommen ist deshalb fraglich.

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