Die Lieferung aus Nahost geschieht nach israelischen Angaben auf Bitte des deutschen Energieministeriums. Der deutsche Verkehrsminister Schnieder hatte unlängst noch behauptet, ein Mangel sei nicht absehbar.
06.05.2026, 06.20 Uhr
Israels Außenminister Sa'ar und Johann Wadephul bei ihrem Treffen am Dienstag in Berlin
Foto: Hannibal Hanschke / EPAAutomatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
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Israel liefert eigenen Angaben zufolge Kerosin nach Deutschland. Dies geschehe auf Anfrage des deutschen Energieministeriums und wegen der »Krise in der Straße von Hormus«, teilten das israelische Außenministerium und das israelische Energieministerium am Dienstagabend mit. Außenminister Gideon Sa’ar habe bei seinem Besuch in Berlin die deutsche Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) über den Schritt informiert, hieß es in einer Erklärung. Vonseiten der Bundesregierung gab es für die Angaben zunächst keine Bestätigung.
Maschine der Lufthansa in München: Deutlich höhere Preise
Foto: Martin Agüera / kolbert-press / IMAGOBundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte jüngst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass Kerosinmangel für Deutschland kein Thema sei. Es gebe ausreichend Raffinerien, die Kerosin herstellen können. Im April hatte sich auch der Nationale Sicherheitsrat mit der Energiekrise infolge des Irankriegs befasst. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, die Vorräte an Kerosin seien als »für eine absehbare Zeit« ausreichend erachtet worden. Man sei sich allerdings der »angespannten Situation« bewusst und werde die Lage weiter intensiv beobachten.
Kerosin doppelt so teuer
Mit dem von Israel und den USA begonnenen Irankriegs hat sich der Preis für Kerosin mehr als verdoppelt. Experten warnen, dass es in Deutschland im Sommer zu Engpässen kommen könnte. Davon betroffen ist auch die Lufthansa, die am Mittwoch ihre Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vorlegen wird.
In den Berichtszeitraum fällt der Beginn des Irankriegs mit erheblichen Folgen für den internationalen Luftverkehr. Anfangs konnte Lufthansa davon profitieren, dass am Persischen Golf die Drehkreuze arabischer Airlines wie Emirates, Katars oder Etihad geschlossen werden mussten und daher viele Umsteigeverbindungen nach Asien, Australien und Afrika wegfielen. Die Preise im verbleibenden Angebot stiegen deutlich an.
Im Verlauf des Konflikts kamen die Transporte von Rohöl und Kerosin durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen.

vor 8 Stunden
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