US-Präsident Trump fordert seine Unterhändler auf, in den Irangesprächen »nichts zu überstürzen«. Die Atomverhandlungen brauchen laut Außenminister Rubio noch Zeit.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, mp 25. Mai 2026, 2:58 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen auf eine schnelle Einigung mit dem Iran gedämpft. »Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist«, schrieb er auf seiner Plattform mit Blick auf den Stand des Rahmenabkommens für ein Ende des Irankriegs. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen und alles richtig machen, schrieb Trump. »Es darf keine Fehler geben!«
Am Samstag hatte Trump mitgeteilt, dass ein Rahmenabkommen »weitgehend« ausgehandelt sei. Er schränkte ein, dass dies unter dem Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder stehe.
Nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio hat eine vorläufige Einigung mit dem Iran die Unterstützung mehrerer Staaten in der Golfregion, ist jedoch noch nicht abschließend fertiggestellt. »Atomgespräche sind hochtechnischer Natur. Man kann eine Atomsache nicht innerhalb von 72 Stunden auf der Rückseite einer Serviette machen«, sagte Rubio der New York Times.
USA wollen Blockade iranischer Häfen fortsetzen
»Derzeit haben wir sieben oder acht Länder in der Region, die diesen Ansatz unterstützen, und wir sind bereit, in dieser Richtung weiterzumachen«, ergänzte Rubio mit Blick auf den Entwurf für eine vorläufige Vereinbarung. Nur Stunden vor dem Interview mit der Zeitung hatte Rubio Erwartungen auf eine baldige Einigung geschürt: »Ich glaube schon, dass vielleicht die Möglichkeit besteht, dass die Welt in den kommenden Stunden ein paar gute Nachrichten erhält«, sagte er bei einem Besuch in Indien.
Trump teilte mit, dass die US-Blockade von iranischen Häfen vollständig in Kraft bleibe, bis eine Vereinbarung erzielt, bestätigt und unterzeichnet sei. Das Verhältnis mit dem Iran werde professioneller. Die Islamische Republik müsse jedoch verstehen, dass sie keine Nuklearwaffen haben dürfe.
Der US-Präsident trat wenig später auch Skeptikern, die es auch in den eigenen Reihen der Republikaner gibt, entgegen und verteidigte sein Vorgehen in einem weiteren Post. Er schrieb, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die das Problem schon vor Jahren hätten lösen sollen, mache er keine schlechten Deals. Wenn er ein Abkommen schließe, werde es ein gutes und solides sein.
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