Israels Armee hat nach libanesischen Angaben drei Menschen bei Angriffen auf Beirut getötet. Irans Chefunterhändler nannte die Gespräche mit den USA daraufhin »sinnlos«.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP 14. Juni 2026, 16:05 Uhr
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Es seien »Terrorziele« der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. »Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah«, hieß es darin weiter.
Der libanesische Zivilschutz berichtete von mindestens drei Toten und sechs Verletzten durch die Angriffe. Augenzeugen sagten, in dem getroffenen Gebäude habe die Hisbollah ein Büro gehabt. Aus libanesischen Kreisen verlautete, Israel habe erneut einen Kommandeur der islamistischen Miliz angegriffen.
Der Chefunterhändler des Regimes in Teheran, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, zog in Reaktion auf die Angriffe die Gespräche mit den USA über ein Abkommen zum Irankrieg in Zweifel. »Wenn Ihr nicht den Willen oder die Fähigkeit habt, Eure Verpflichtungen einzuhalten, dann ist es sinnlos darüber zu sprechen, diesen Weg weiterzugehen«, schrieb er mit Blick auf die Regierung in Washington auf X.
Der Iran macht ein Abkommen mit den USA unter anderem von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig.
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