
Drohnenangriffen aus dem Irak auf Kuwait
Kuwait hat Drohnenangriffe aus dem Irak gemeldet. Zwei Orte nahe der Landgrenze zwischen den beiden Staaten seien getroffen worden. Dies teilte das kuwaitische Militär mit. Dabei sei es zu Schäden gekommen. Berichte über Tote oder Verletzte gebe nicht.
Im Irak sind mit dem Iran verbündete Milizen aktiv, die auch immer wieder US-Militärstellungen in der Region angegriffen haben.
Yannick von Eisenhart Rothe

Indonesischer Blauhelmsoldat erliegt Verletzungen nach Angriff im Libanon
Ein bei einem Angriff im Südlibanon Ende März verletzter Soldat aus Indonesien ist nach Angaben der UN-Mission Unifil gestorben. Durch den Vorfall am 29. März war bereits ein anderer indonesischer Unifil-Soldat getötet worden. Zwei weitere indonesische Soldaten wurden bei einer weiteren Explosion einen Tag später getötet.
Nach ersten Erkenntnissen der Unifil erfolgte der Angriff am 29. März durch einen Panzer der israelischen Armee, der am 30. März durch eine von der libanesischen Hisbollah-Miliz gelegte Sprengfalle.
Yannick von Eisenhart Rothe

Rotes Kreuz warnt vor Lieferengpässen für medizinische Versorgung im Iran
Im Iran droht eine Krise der medizinischen Versorgung. Die Folgen der Bombardierungen durch Israel und die USA dürften die Versorgung der Bevölkerung noch Monate oder Jahre beeinträchtigen, sagte Cristhian Cortez Cardoza von der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) nach einem Besuch des Landes.
»Ein Waffenstillstand bedeutet nicht, dass der Konflikt vorbei ist«, sagte Cardoza. Hunderte Kliniken und Gesundheitseinrichtungen sowie Lernstätten und Geschäfte seien zerstört worden, sagte er. Es wachse die Sorge, dass nicht mehr genügend medizinische Geräte wie Dialysemaschinen oder Prothesen zur Verfügung stehen. Eine Fabrik, die 60 Prozent der Dialysefilter und -geräte herstelle, habe nur noch Rohstoffe für die nächsten drei Monate. Die Lieferkette sei wegen des Konflikts unterbrochen.

Iranischer Außenminister reist offenbar am Abend nach Islamabad
Die Verhandlungen im Irankrieg könnten bald in eine neue Runde gehen: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird am Wochenende in Pakistan erwartet, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf pakistanische Regierungskreise meldeten. Teils hieß es, er reise bereits heute Abend nach Islamabad. Zudem werde er von einer kleinen Verhandlungsdelegation begleitet. Ob Gespräche mit den USA stattfinden, ist offen.

UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon
Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Die ersten drei Wochen der Angriffe Israels, den Beschuss und die Bodenoffensiven gegen die Hisbollah seien in einem Bericht ausgewertet worden. Laut dem Sprecher Thameen Al-Kheetan habe die Auswertung ergeben, dass es bei den Einsätzen der israelischen Streitkräfte im Libanon zu direkten Angriffen auf Zivilisten, darunter auch medizinisches Personal, kam.
Zivilisten, Journalisten sowie medizinisches Personal stünden nach dem humanitären Völkerrecht unter Schutz. Sie gezielt anzugreifen, sei ein Kriegsverbrechen. Auch die Vertreibung von mehr als einer Million Menschen und die Zerstörung von mehrstöckigen Wohnhäusern können einen schweren Verstoß gegen das internationale Völkerrecht darstellen. Das Gleiche gelte für die Raketenangriffe der Hisbollah in Nordisrael.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, rief alle Beteiligten auf, Zwischenfälle zu untersuchen und Verantwortliche für Verstöße gegen das internationale Völkerrecht zur Rechenschaft zu ziehen.

UN sehen Anzeichen auf Kriegsverbrechen im Libanon
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach eigenen Angaben israelisches Vorgehen im Libanon dokumentiert, das auf Kriegsverbrechen hindeutet. So habe das Büro zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten registriert, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan. Am Mittwoch habe das israelische Militär zudem laut Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war.
»Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz«, sagte der Sprecher. »Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen.«
Die israelische Armee sagte in der Vergangenheit, sie ziele nicht auf Journalisten ab. Die meisten bei den jüngsten Angriffen getöteten Journalisten waren für Hisbollah-nahe Medien tätig. Israel beschuldigte sie mitunter, Mitglieder der Miliz zu sein. Zudem warf Israel der Hisbollah-Miliz, gegen die sie eigenen Angaben nach im Libanon vorgeht, am heutigen Nachmittag erneut vor, Krankenwagen und medizinische Teams als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu transportieren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Neue israelische Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe
Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Hisbollah-Miliz getötet. Sie seien nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen.
Die israelische Armee gab an, dass Ziel des Angriffs militärische Anlagen in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort gewesen seien. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der Hisbollah erfolgt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

Irans Außenminister telefoniert mit pakistanischen Vermittlern
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat mit pakistanischen Vermittlern telefoniert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, sind in separaten Gesprächen mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und dem pakistanischen Außenminister, Ishaq Dar, »regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe« besprochen worden.
EU-Gipfel tagt zur Lage im Iran
Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten sprechen heute bei einem Mittagessen zum EU-Gipfel in Zypern mit Vertretern aus dem Nahen Osten und der Golfregion. Thema sind die Iranverhandlungen, an denen die Europäer nicht direkt beteiligt sind.

US-Regierung hält an iranischer Teilnahme bei Fußball-WM fest
Die US-Regierung hat sich von einem aus den USA kommenden Vorschlag distanziert, wonach das Nationalteam Italiens anstelle des Iran im Sommer an der Fußballweltmeisterschaft teilnehmen soll. Niemand »aus den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen können«, sagte US-Außenminister Marco Rubio mit Blick auf die iranische Nationalmannschaft.
Rubio warnt jedoch, die USA könnten Iranern die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zur iranischen Revolutionsgarde (IRGC) haben, die von der US-Regierung und mehreren anderen Regierungen als Terrororganisation eingestuft wird. »Das Problem mit dem Iran wären nicht die Athleten, sondern einige der anderen Personen, die sie mitbringen wollten, von denen manche Verbindungen zu den IRGC haben«, sagte der US-Außenminister.
»Wir könnten sie möglicherweise nicht ins Land lassen«, fügte Rubio hinzu. Das betreffe aber nicht die Spieler. US-Präsident Donald Trump äußerte sich ähnlich: »Wir wollen die Spieler nicht bestrafen.« Gastgeber der Fußball-WM sind diesmal drei Länder: die USA, Kanada und Mexiko.
Trump: Iran muss Finanzierung der Hisbollah beenden
Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump muss der Iran seine finanzielle Unterstützung für die Hisbollah-Miliz beenden. Der Präsident bekräftigte, dass die USA weiterhin verlangen, dass der Iran seine Unterstützung für Stellvertretergruppen im Nahen Osten, darunter die Hisbollah im Libanon, einstellt – als Teil eines möglichen Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges.
Israel greift Raketenabschussrampe im Libanon an
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenabschussrampe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Gestern habe die Hisbollah von dort aus Raketen auf Israel abgefeuert, die von der Luftabwehr abgefangen worden seien. Die Hisbollah bekannte sich zu dem Angriff.
Die Mitteilung der israelischen Armee über den Angriff erfolgte, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sei um drei Wochen verlängert worden.
Die Hisbollah erklärte, sie habe Raketen auf Israel als Vergeltung für einen israelischen Angriff auf das libanesische Dorf Jater abgefeuert. Dabei seien zwei Menschen, darunter ein Kind, durch israelischen Artilleriebeschuss verletzt worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Das Ministerium gab zudem an, dass ein israelischer Luftangriff weiter nördlich im Gebiet Nabatije drei Menschen getötet habe. Das israelische Militär erklärte, es habe drei Kämpfer getötet, die zuvor eine Rakete auf ein israelisches Militärflugzeug abgefeuert hätten.
Trump schließt Atomwaffeneinsatz gegen Iran aus
US-Präsident Donald Trump lehnt es ab, gegen den Iran eine Atomwaffe einzusetzen. »Nein, ich würde sie nicht einsetzen«, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. »Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?«, fügte Trump hinzu.
„Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen.“
US-Präsident Donald TrumpTrump hatte am 7. April mit einer drastischen Drohung gegen den Iran für große Empörung gesorgt: »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden«, warnte Trump. Vizepräsident JD Vance wiederum sagte, die USA hätten im Konflikt mit dem Iran »Werkzeuge im Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben«. Das Weiße Haus bestritt daraufhin, dass Vance dem Iran mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht habe.
Iran weist Trumps Behauptungen über Streit in der Regierung zurück
Der Iran dementiert einen Verweis von US-Präsident Donald Trump auf eine angebliche Kluft in der Führung des Landes. »Im Iran gibt es keine ›Hardliner‹ oder ›Moderaten‹. Wir sind alle Iraner und Revolutionäre«, schrieben der Präsident des Iran, Massud Peseschkian, und der Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in nahezu wortgleichen Stellungnahmen in sozialen Medien.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete Trumps Behauptung als »Ablenkungsmanöver«. Auch andere iranische Vertreter betonten, das Land sei geeint.
Trump hatte gesagt, der Iran habe Schwierigkeiten, »herauszufinden, wer ihr Anführer ist! Sie wissen es einfach nicht!« Seit der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn des Krieges ist unklar, wer im Iran die letztendliche Autorität über die zivilen Akteure und die einflussreichen Generäle ausübt, die offenbar das Sagen haben.

Trump kündigt verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und Libanon an
Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon soll laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. In seinem Onlinedienst schrieb er, die Gespräche zwischen Vertretern der USA, des Libanon und Israels seien »sehr gut« verlaufen. Die Vereinigten Staaten würden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen, schrieb Trump weiter. Trotz der seit Freitag geltenden Waffenruhe hatte es zuletzt israelische Angriffe auf den Süden des Libanon gegeben.

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