Irankrieg: Großbrand in Ölraffinerie nach iranischen Drohnenangriffen

vor 1 Tag 3

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Annika Benzing

Iran greift Emirate mit Drohnen und Marschflugkörpern an

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind aus dem Iran mit Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen worden. Bei dem Angriff waren unter anderem vier Marschflugkörper im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. Drei davon seien abgefangen worden und einer ins Meer gestürzt. Wie die Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf das Ministerium berichtete, war die Luftabwehr im Einsatz.

Ein weiterer Drohnenangriff traf die östlich der Straße von Hormus gelegene Hafenstadt Fudschaida. Die Angriffe lösten einen Brand in einer Ölraffinerie aus, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Leon Ginzel

Iranisches Militär legt neue Kontrollzone in Straße von Hormus fest

Die militärische Lage rund um die Straße von Hormus spitzt sich weiter zu. Die iranischen Streitkräfte haben in der strategisch wichtigen Meerenge eine neue Kontrollzone definiert. Die mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte dazu beim Onlinedienst Telegram eine Karte, die den Bereich ausweist.

Sie reicht demnach von der iranischen Insel Gheschm südlich im Persischen Golf bis nach Umm al-Kaiwain an die Nordwestküste der Vereinigten Arabischen Emirate. Weiter östlich im Golf von Oman definiert die iranische Marine das Kontrollgebiet vom iranischen Küstenort Kuh-e Mobarak südlich bis zur emiratischen Hafenstadt Fudschaira.

Welche konkreten Konsequenzen der Schritt hat, ist noch unklar.

Leon Ginzel

Bundesmarine verlegt Versorgungsschiff für möglichen Hormus-Einsatz 

Das Versorgungsschiff Mosel der Bundesmarine beendet ​seinen bisherigen Auftrag in der Ägäis und bereitet sich auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor. Das Schiff wechsle dazu in einen Nato-Minenabwehrverband im Mittelmeer, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zu dem Verband stoße auch das Minenjagdboot Fulda, das in Richtung Mittelmeer ausgelaufen sei.

Versorgungsschiffe erhöhen nach Angaben der Marine die Durchhaltefähigkeit von Bootsverbänden in See. Sie haben Kraftstoff, Frischwasser, Ersatzteile, Proviant und Munition für die anderen Boote an Bord. Für Minenjagdboote fahren auf den Versorgungsschiffen Experten für Wartungs- und Reparaturarbeiten mit. Die Boote können laut der Marine zudem als Führungsplattform ganzer Einsätze dienen.

Voraussetzungen für einen Einsatz in der Straße von Hormus seien ein nachhaltiges Ende der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestags, heißt es weiter.

Tilman Leicht

Zwei US-Kriegsschiffe durchfahren nach US-Angaben Straße von Hormus

Die US-Marine hat nach eigenen Angaben mit der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Befreiung festsitzender Schiffe begonnen. US-Zerstörer seien durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf eingefahren, teilte das für Nahost zuständige Regionalkommando Centcom auf dem Portal X mit.

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Tilman Leicht

Emirate lösen erstmals seit Beginn der Waffenruhe Raketenalarm aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben erstmals seit Beginn der Waffenruhe im US-israelischen Krieg gegen den Iran einen Raketenalarm ausgelöst. Einwohner wurden von den Behörden aufgefordert, Schutz zu suchen.

Kurz vor dem Alarm teilte das US-Militär mit, dass zwei Handelsschiffe die Straße von Hormus passiert hätten. Berichte über Opfer oder Schäden in den Emiraten lagen zunächst nicht vor, später wurde Entwarnung gegeben.

Annika Benzing

Wadephul rät Iran zu Gesprächen mit USA an 

Bundesaußenminister ​Johann Wadephul fordert die Führung Irans auf, an den Verhandlungstisch mit den USA zurückzukehren. Dies habe er dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat am Sonntag deutlich gemacht, sagte Wadephul in Athen.

Der Iran müsse zugleich erkennen lassen, dass das Land auf eine nukleare Bewaffnung verzichten werde, sagte er. »Hier unterstützt Deutschland vollständig die amerikanische Verhandlungsposition.« Es gebe zudem keine Berechtigung, dass der Iran die Straße von Hormus blockiere, sagte Wadephul weiter. Er setze daher weiter auf den »Verhandlungspfad, der vom Iran jetzt aber auch beschritten werden muss«, sagte der Außenminister.

Sarah Kohler

Kein US-Kriegsschiff laut US-Angaben getroffen

Anders als in iranischen Medien berichtet, ist nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom kein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus beschädigt worden. Auf X schrieb das US-Zentralkommando: »Keine Schiffe der US-Marine wurden getroffen. US-Streitkräfte unterstützen Projekt Freedom und setzen die Seeblockade der iranischen Häfen durch.«

Der Iran hatte zuvor bekannt gegeben, er habe ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus zum Umkehren bewegt. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine Quelle der Regierung mit der Aussage, der Iran habe »in die Richtung eines US-Kriegsschiffes« geschossen und bereite weitere Maßnahmen vor. Das iranische Regime werde keine US-Schiffe durch die Straße von Hormus lassen.

Alexander Eydlin

Unklarheit über angeblichen Angriff auf US-Kriegsschiff 

Der Iran hat laut iranischen Berichten ein US-Kriegsschiff mit Raketenangriffen daran gehindert, die Straße von Hormus zu passieren. Die nicht genannte US-Fregatte habe »eine Warnung der iranischen Marine ignoriert«, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Daraufhin seien zwei Raketen auf sie abgefeuert worden.

Der Vorfall habe sich in der Nähe der iranischen Hafenstadt Dschask östlich der Straße von Hormus ereignet. Es blieb unklar, ob das Schiff wirklich von Raketen getroffen worden sei. Nach dem Angriff sei das Schiff umgekehrt.

Das US-Verteidigungsministerium und das zuständige Regionalkommando Centcom haben sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Ein anonymer hochrangiger US-Beamter dementierte laut dem Portal Axios, dass ein US-Schiff von Raketen getroffen worden sei.

Susanne Ködel

Rutte beschwichtigt im Konflikt zwischen USA und Europa

Nach dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Truppenabzug aus Deutschland hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte versucht, zwischen den USA und den europäischen Staaten zu vermitteln. Es habe auf US-Seite »eine gewisse Enttäuschung« über das Verhalten der Europäer im Irankrieg gegeben, sagte Rutte vor dem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Jerewan.

Die Europäer hätten die Botschaft von US-Präsident Donald Trump aber »gehört«, sagte Rutte. Konkret ging der Nato-Generalsekretär allerdings nicht auf die US-Ankündigung ein.

Sophia Reddig

Iran droht mit Angriffen auf US-Streitkräfte bei Einfahrt in Straße von Hormus

Die iranische Armee hat den USA mit Angriffen auf ihre Streitkräfte gedroht. »Jede ausländische Streitkraft und besonders das aggressive US-Militär« werde angegriffen, wenn sie beabsichtige, sich der Meerenge zu nähern oder in sie einzufahren, ließ Ali Abdollahi vom iranischen Zentralkommando im staatlichen iranischen Sender Irib erklären. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die US-Marine wolle am Montag damit beginnen, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe heraus zu »geleiten«. 

Sophia Reddig

Minenjagdboot »Fulda« soll in Richtung Mittelmeer starten für möglichen Hormus-Einsatz

Mit Blick auf einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus soll das Minenjagdboot Fulda um 14 Uhr vom Marinestützpunkt Kiel-Wik in Richtung Mittelmeer auslaufen. Die Verlegung des Schiffs der deutschen Marine dient nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums der Vorausstationierung. Ein Einsatz in der Straße von Hormus setzt ein Mandat des Bundestags voraus. Sollten die Parlamentarier grünes Licht geben, könnte das Schiff vom Mittelmeer aus schneller vor Ort sein.

Die Fulda wird dafür aus einem Nato-Einsatz in der Nord- und Ostsee herausgelöst und soll im Mittelmeer zunächst in einen Nato-Minenabwehrverband eingegliedert werden. Am Sonntag hatte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi aufgefordert, die für den Ölhandel wichtige Meerenge, die seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran faktisch blockiert ist, »sofort freizugeben«.

Alara Yilmaz

Pakistans Außenminister telefoniert mit Araghtschi

Nach Angaben Pakistans hat der Außenminister Mohammad Ishaq Dar ein Telefongespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi geführt. Die beiden hätten sich zur Lage in der Region und zu Pakistans laufenden diplomatischen Bemühungen im Kontext des Irankriegs ausgetauscht. 

Ulrike Tschirner

US-Militär spricht von "defensiver Mission" in Straße von Hormus

Das Zentralkommando der US-Streitkräfte – kurz: Centcom – hat den von Präsident Donald Trump angekündigten Einsatz für Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, bestätigt. Für die Mission stünden 15.000 Soldaten, Kriegsschiffe, Lenkwaffenzerstörer sowie mehr als 100 ​Flugzeuge und Drohnen bereit, teilte Centcom auf X mit.

»Unsere Unterstützung für diese defensive Mission ist essenziell für die regionale Sicherheit und die Weltwirtschaft, während wir zugleich die Seeblockade aufrechterhalten«, schrieb Centcom-Kommandeur Brad Cooper. Ziel sei es, wieder eine freie Handelsschifffahrt zu ermöglichen.

Simon Sales Prado

Behörde meldet weiteren Angriff auf Tanker 

Ein Tanker ist in der Straße von Hormus von unbekannten Geschossen getroffen worden. Der Vorfall habe sich am Sonntagabend 78 Seemeilen nördlich vor Fudschaira an der Küste der Vereinigten ​Arabischen Emiraten ereignet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Das entspricht rund 145 Kilometern. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden. Die UKMTO riet Schiffen, die Region »mit Vorsicht« zu durchqueren.

Ulrike Tschirner

Iran warnt vor US-Einsatz in der Straße von Hormus

Der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit hat die USA vor einer Einmischung in der Straße von Hormus gewarnt. »Jede amerikanische Einmischung in die neuen Seeverkehrsregelungen in der Straße von Hormus wird als Verstoß gegen die Waffenruhe angesehen«, schrieb Ebrahim Asisi auf X. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch »Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert«.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die US-Marine werde heute Morgen beginnen, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe aus der Meerenge heraus zu lotsen. Die Aktion gelte nur für Schiffe von Ländern, die in den Krieg »nicht verwickelt« seien, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

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