Ein "Deal" mit Iran laut Trump nicht entscheidend
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der laufenden Gespräche mit dem Iran heruntergespielt. Ob es einen Deal gebe oder nicht, mache für ihn keinen Unterschied, sagte Trump vor Reportern vor dem Weißen Haus.
Eine US-Delegation um Vizepräsident JD Vance verhandelt derzeit mit einer iranischen Delegation unter der Führung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf in Pakistans Hauptstadt. Dabei geht es darum, wie die Waffenruhe vorangebracht werden kann, die durch tiefe Differenzen und unverminderte Kämpfe im Libanon brüchig geworden ist.
"Schauen wir, was passiert – vielleicht schließen sie einen Deal, vielleicht auch nicht", sagte Trump in Washington. "Es spielt keine Rolle. Aus Sicht Amerikas gewinnen wir." Zugleich sprach Trump von "sehr tiefgehenden Verhandlungen" mit dem Iran. Das US-Militär suche aktuell in der Straße von Hormus nach Minen, sagte Trump.
Iran warnt vor "letzter Gelegenheit" bei Verhandlungen
Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die "letzte Gelegenheit", einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hieß es. Ein ranghohes der US-Regierung bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass die Gespräche noch liefen.
Nicht-militärische Schiffe in Straße von Hormus laut Iran zugelassen
Handelsschiffe können die Straße von Hormus offenbar wieder durchqueren. Die iranische Revolutionsgarde wird von iranischen Medien mit den Worten zitiert, es sei nur nicht-militärischen Schiffen erlaubt, die Meerenge zu durchfahren. Die Erlaubnis gelte zudem nur unter spezifischen Bedingungen.
Auf jeden Versuch, die Wasserstraße mit einem Kriegsschiff zu durchfahren, werde der Iran eine "starke Antwort" geben. Zuvor hatte das US-Militärkommando Centcom auf X geschrieben, zwei Kriegsschiffe der US-Marine hätten die Straße von Hormus durchquert.
Katar will regulären Schifffahrtsbetrieb wieder aufnehmen
Katar hat angekündigt, seine Seeschifffahrtsaktivitäten in vollem Umfang wieder aufnehmen zu wollen. Ab diesem Sonntag soll von 6 bis 18 Uhr wieder regulärer Betrieb gelten, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Beschluss soll demnach auf "alle Kategorien von Schiffen und Transportmitteln auf See" ausgeweitet werden. Der Wüstenstaat Katar liegt im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus. Katar, einer der weltgrößten Exporteure von Flüssigerdgas (LNG), verschiffte vor Beginn des Krieges fast sein gesamtes LNG durch die Meerenge.
Das Ministerium forderte die Betreiber in einer Mitteilung zudem auf, die Sicherheitsprotokolle einzuhalten. Unklar war zunächst, ob diese Entscheidung bedeutet, dass katarische Schiffe auch die Straße von Hormus wieder passieren dürfen, die Samstag faktisch weiter geschlossen war. Zwei US-Kriegsschiffe hatten die Meerenge am Wochenende durchquert. Der Iran hatte vor einer Durchquerung noch gewarnt.

Iran moniert "überzogene Forderungen" der USA
Iranische Medien haben über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt; der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der "Wahrung der militärischen Errungenschaften", eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben.

Hisbollah-Anhänger demonstrieren in Beirut
Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Protestierende riefen "Nieder mit Nawaf" mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen "Gott segne Nasrallah" und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen.
Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hat seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah sein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.
Weiteres Gespräch laut Iran noch am Abend
Noch heute Abend soll es eine dritte Zusammenkunft der USA und des Iran geben. Das berichtet das iranische Staatsfernsehen.

Libanon meldet 2.020 Tote seit israelischen Angriffen
Seit dem 2. März sind mindestens 2.020 Menschen im Libanon durch israelische Attacken getötet worden. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Zudem seien mindestens 6.536 Menschen verletzt worden. Unter den Toten seien 248 Frauen, 165 Kinder und 85 Mitarbeiter von Gesundheits- oder Rettungsdiensten, gab das Ministerium bekannt.

Papst Leo XIV.: "Schluss mit dem Krieg!"
Der Papst Leo XIV. hat ein Ende von Kriegen gefordert. "Schluss mit dem Krieg!", sagte das katholische Oberhaupt bei einem großen Friedensgebet im Petersdom. Mit Blick auf aktuelle Kriege und Konflikte kritisierte er Machtstreben und Gewalt in der Politik. Der Papst appelliert an Regierende weltweit, den gemeinsamen Dialog und die Vermittlung zu suchen. "Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!", sagte er.
Zuletzt hatte der Papst die harschen Drohungen des US-Präsidenten Donald Trumps gegen den Iran verurteilt und als "absolut inakzeptabel" bezeichnet.
Verhandlungen sollen fortgesetzt werden
Die Verhandlungen in Islamabad könnten noch heute Abend oder morgen fortgesetzt werden. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Nournews unter Berufung auf den Verhandlern nahestehende Personen.

Verhandlungen stocken offenbar wegen Straße von Hormus
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sollen bei der Frage nach der Straße von Hormus in eine Sackgasse geraten sein. Das berichtet die Financial Times. Die Zeitung beruft sich auf Mitteilungen aus Verhandlerkreisen.
US-Kriegsschiffe durchqueren Straße von Hormus
Zwei Kriegsschiffe der US-Marine haben die Straße von Hormus durchquert. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom mit. Die beiden Kriegsschiffe seien Teil einer "umfassenderen Mission, die sicherstellen soll, dass die Straße vollständig von den zuvor von der iranischen Revolutionsgarde verlegten Seeminen befreit wird".
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, sein Land habe mit dem "Prozess zur Freigabe der Straße von Hormus" begonnen. Der Iran wiederum hatte noch zu Beginn der Verhandlungen in Islamabad vor einer Durchquerung eines US-Schiffs gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff, hieß es.
Macron wirbt für langfristige Einigung zwischen USA und Iran
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bei dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian dafür geworben, die Friedensverhandlungen für eine langfristige Beruhigung der Lage zu nutzen. In einem Telefonat sprach er von einer Chance, um einen solchen Weg zu ebnen. Auch für eine Einigung, die solide Garantien für die Sicherheit der Region liefere, seien die Verhandlungen eine Gelegenheit.
Macron forderte zudem, dass der Iran schnellstmöglich wieder eine freie und sichere Fahrt durch die Straße von Hormus ermögliche. Frankreich sei bereit, dazu beizutragen. Der französische Präsident forderte zudem erneut, dass die vereinbarte Waffenruhe auch im Libanon gelten müsse.
Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel
Bei neuen Angriffen aus dem Libanon auf den Norden Israels wurde nach Angaben von Rettungskräften ein Haus getroffen. Zu möglichen Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Laut israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden des Landes. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse habe die Raketenabwehr abgefangen.
Die Hisbollah teilte mit, sie habe israelische Truppen im Süden des Libanon mit einer Rakete angegriffen.

Israel meldet 200 Angriffe im Libanon binnen 24 Stunden
Das israelische Militär gibt an, innerhalb eines Tages "200 militärische Ziele der Hisbollah" angegriffen zu haben. Zudem greife die Luftwaffe weiterhin zivile Infrastruktur im Libanon an, berichtet die israelische Zeitung Ha’aretz. Libanesische Behörden melden zehn Tote nach den Angriffen im Süden des Landes.

vor 2 Stunden
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