Irankrieg: Angriffe auf weltweit größtes Gasfeld im Iran, Ölpreis steigt

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Israel hat nach iranischen Angaben das Gasfeld South Pars angegriffen. Entstandene Brände an der Anlage sind offenbar unter Kontrolle. Der Ölpreis zog umgehend an.

18. März 2026, 18:53 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.
Gasfeld South Pars im Jahr 2015: Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung. © Raheb Homavandi/​TIMA/​Reuters

Nach Angriffen auf das größte Gasfeld der Welt droht der Iran, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in den Golfstaaten zu attackieren. Zivile und lebenswichtige Infrastruktur sei angegriffen worden, begründete die iranische Militärführung laut Nachrichtenagentur Fars ihre Drohung. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines "umfassenden Wirtschaftskriegs".

Zuvor hatte es iranische Berichte über israelische Angriffe auf das Gasfeld South Pars gegeben – das größte Gasfeld der Welt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.

Brände am Gasfeld offenbar eingedämmt

Nach den Angriffen meldete der Iran Feuer an der Gasanlage. Inzwischen ist die Lage offenbar wieder unter Kontrolle: Der Gouverneur der Provinz Asalujeh teilte laut Nachrichtenagentur Fars mit, die Brände seien eingedämmt worden.

Auch Katar bedient sich an dem Gasfeld und machte ebenfalls Israel für die Angriffe verantwortlich. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums warf Israel einen "gefährlichen und unverantwortlichen Schritt" inmitten der militärischen Eskalation vor.

Ölpreis steigt

Infolge der Angriffe auf die Gasanlagen zog der Ölpreis umgehend an. Am Mittwochnachmittag kostete Rohöl der Sorte Brent 108,25 Dollar und damit etwa viereinhalb Prozent mehr als am Vortag. Nun gibt es Befürchtungen vor weiteren Engpässen am Ölmarkt.

Zuletzt gab es Bemühungen, den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf abseits der Straße von Hormus zu organisieren. Das Opec-Mitglied Irak hatte eine Vereinbarung mit der Türkei getroffen, Öltransporte wiederaufzunehmen. Mit den Lieferungen durch die Türkei kann ein Teil der irakischen Ölexporte die Straße von Hormus umgehen.

Auch der deutsche Leitindex Dax büßte ein: Er sank 0,96 Prozent auf 23.502,25 Punkte.

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