Iran-Verhandlungen: Meerenge schlägt Atombombe

vor 2 Stunden 1

Die abgebrochenen Friedensverhandlungen zeigen das große Erpressungspotenzial des Iran. Trump dagegen fehlen die Optionen, die Seeblockade macht das Problem nur größer.

12. April 2026, 14:55 Uhr

 ein Marinesoldat vor einem US-Kampfflugzeug auf dem Flugzeugträger Gerald R. Ford.
Die USA verfügen zurzeit über keine militärische Option mit vertretbaren Kosten: ein Marinesoldat vor einem US-Kampfflugzeug auf dem Flugzeugträger Gerald R. Ford. © U.S. Navy/​imago images

Während sein Vizepräsident JD Vance in Islamabad 21 Stunden mit der iranischen Delegation verhandelte, gönnte sich Donald Trump mit seinem Außenminister Marco Rubio einen "Mixed Martial Arts"-Kampf in Miami. Kurz vor Ostern hatte Trump gar gescherzt, wenn Vance Erfolg haben sollte, werde er das für sich reklamieren, einen Misserfolg werde er seinem Vize anhängen.

Es ist eine vertrackte Lage für Vance: Sein Präsident ist mit den Gedanken schon woanders und hat offenbar vor, ihm den unpopulären Krieg anzuhängen. Die Iraner wiederum wollten den Vizepräsidenten als Delegationsleiter, weil sie in ihm das Antikriegslager der Maga-Bewegung repräsentiert sehen, mit weniger Sympathien für den aggressiven Kurs Israels. Für Vance liegt paradoxerweise darin seine einzige Chance: Bringt er den Krieg zu einem halbwegs würdigen Ende, könnte er sich als legitimer Erbe der Bewegung profilieren, der Trump doch eigentlich versprochen hatte, "no more stupid wars" im Nahen Osten zu führen.

Gesamten Artikel lesen