Iran-Krieg: Zwei US-Kriegsschiffe durchqueren die Straße von Hormus

vor 2 Stunden 1

Zwei Kriegsschiffe der US-Marine haben am Samstag die Straße von Hormus durchquert. Damit sollten Vorbereitungen dafür getroffen werden, dass die wichtige Seefahrtstraße von Minen geräumt werden könne, erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom.

Die beiden Kriegsschiffe seien Teil einer »umfassenderen Mission, die sicherstellen soll, dass die Straße vollständig von den zuvor von den iranischen Revolutionsgarden verlegten Seeminen befreit wird«.

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Zuvor hatte Irans Marine ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in dem Bericht der staatlich kontrollierten Agentur. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.

Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, habe beim Vermittler Pakistan Beschwerde eingelegt und gefordert, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. »Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen«, ließ Iran Tasnim zufolge den USA mitteilen.

Öltanker in der Straße von Hormus (am 11. März)

Öltanker in der Straße von Hormus (am 11. März)

Foto: REUTERS

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurden 2023 fast 30 Prozent des weltweit verschifften Öls hier transportiert. Iran hat die Kontrolle der Meerenge seit Kriegsbeginn an sich gerissen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag auf seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, die USA hätten mit dem »Prozess zur Freigabe der Straße von Hormus« begonnen. Trump bezeichnete dies als »Gefälligkeit für Länder auf der ganzen Welt, einschließlich China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und vieler anderer.«

Trump fügte hinzu: »Unglaublicherweise haben sie nicht den Mut oder den Willen, die Arbeit selbst zu erledigen.« Er räumte aber ein, dass Schiffe in der Straße von Hormus auf von Iran gelegte Seeminen fahren könnten. Angeblich lägen »alle 28 Minenleger« der iranischen Flotte »auf dem Meeresgrund«, so Trump.

USA und Iran starten in Pakistan heikle Verhandlungen

US-Vizepräsident JD Vance führt die Delegation an, die im pakistanischen Islamabad mit Iran nach Beginn der zweiwöchigen Waffenruhe Verhandlungen für eine dauerhafte Friedenslösung führt. Auf iranischer Seite ist Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf der ranghöchste Verhandler.

Nach Angaben des Weißen Hauses sprechen die USA und Iran direkt miteinander, unter Anwesenheit von Vertretern des Vermittlers Pakistan. Ein hochrangiger Regierungsbeamter des Weißen Hauses bestätigte ein trilaterales Treffen. Zuvor hatte es bereits aus pakistanischen Sicherheitskreisen geheißen, dass es direkte Gespräche gebe.

Die Blockade der Straße von Hormus zählt zu den zentralen Konfliktpunkten. Iran beansprucht die Kontrolle der Meerenge und plant die Einführung eines Mautsystems. Die USA hingegen bestehen auf einer freien und sicheren Passage von Schiffen ohne Gebühren – wie es vor Kriegsbeginn der Fall war.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Meldung aktualisiert, nachdem das US-Militärkommando vorherige Medienberichte über die Durchfahrt der Schiffe bestätigt hatte.

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