Internetsperre in Moskau: Moskau geht offline

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Seit März funktioniert das mobile Netz in Moskau nur eingeschränkt. Bargeld und Festnetz werden wieder wichtig. Der Frust über die erzwungene Rückkehr ins Analoge wächst.

20. März 2026, 7:27 Uhr

 Ein Mann checkt sein Handy im Zentrum von Moskau. Auch hier gibt es zurzeit kaum Netz.
Ein Mann checkt sein Handy im Zentrum von Moskau. Auch hier gibt es zurzeit kaum Netz. © Ramil Sitdikov/​Reuters

Moskau ohne mobiles Netz war für einen Moskauer bis vor Kurzem schlicht nicht mehr vorstellbar. Er bestellte sein Mittagessen mit einem Klick bei einem Lieferservice, meldete sich per App beim Bürgeramt an, streamte Filme in der Metro, las Nachrichten an der Bushaltestelle, bezahlte mit dem Handy, rief das Taxi über die App, ließ sich von dem russischen Yandex-Navigator auf dem schnellsten Weg durch die Stadt lotsen. Und natürlich chattete er die ganze Zeit mit Freunden und der Familie.

Diese schöne neue Welt ist nun vorbei. Die Moskauer sind im März ohne Vorankündigung in ein vordigitales Leben zurückgeworfen worden. Die russischen Aufsichtsbehörden haben das Mobilnetz in weiten Teilen des Moskauer Zentrums und einigen Außenbezirken abgestellt. Damit ereilt die russische Hauptstadt, was in vielen Provinzstädten schon seit Mitte vergangenen Jahres Realität ist: ein Leben ohne mobiles Internet in einem volldigitalisierten Alltag. Damit müssen nun auch die verwöhnten Moskauer lernen umzugehen.

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