Intendantenwahl: Florian Hager als HR-Intendant wiedergewählt

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Florian Hager fungiert auch in den kommenden Jahren beim Hessischen Rundfunk als Intendant. Der Rundfunkrat des Senders hat ihn mit 29 von 30 Stimmen bei einer Neinstimme im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Hager hatte bei der Wahl im Rundfunkrat am Freitagnachmittag keinen Gegenkandidaten. Die Findungskommission, die zur Vorbereitung der Wahl einberufen wurde, hörte zwar andere Bewerber an, schlug dann aber nur Hager zur Wahl vor, nach dem Motto: einer oder keiner. Nach der Wahl ging es darum, zu entscheiden, wie lange seine Amtszeit währt. Zwischen fünf und neun Jahre konnten ihm die Rundfunkräte geben. Es wurden fünf Jahre.

Vor fünf Jahren war es noch knapp

Im Dezember 2021, bei Hagers erster Wahl, war es noch äußerst eng, da errang er im zweiten Wahlversuch 18 von 32 Stimmen, seine Gegenkandidatin, die HR-Betriebsdirektorin Stephanie Weber, unterlag knapp. Ende Oktober hatten die beiden bei einem ersten Wahltermin in drei Runden jeweils 16 Stimmen erhalten. Anfang 2024 bestimmte der Rundfunkrat Weber – auf Hagers Vorschlag hin – zur stellvertretenden Intendantin. So hat sich das Spitzenpersonaltableau beim HR vor Hagers Wiederwahl geordnet.

Mit ihm steht der Sender auch nicht schlecht da. Finanziell ist der HR auf dem aufsteigenden Ast. 2025 verzeichnete der Sender Einnahmen von 597 Millionen Euro und Ausgaben von 545 Millionen Euro, was zu einem Überschuss von 52 Millionen Euro führte. Doch das sei, betont der HR, das „handelsrechtliche“ Ergebnis, im Geld schwimme man deswegen noch lange nicht. Dem Programm hat Florian Hager eine große Reform verordnet, vor allem dem Radio. Der HR behält seine sechs Kanäle zwar bei, will die Eigenproduktion für den Hörfunk allerdings bis 2032 halbieren. Das sorgt im Sender verständlicherweise für Unmut, die Stimmung ist seit der Bekanntgabe der Pläne im Sommer vor zwei Jahren abgekühlt.

Hagers „Zielbild 2032“ stellt darauf ab, dass sich der Hessische Rundfunk verkleinert und in ein Digitalmedienhaus verwandelt. Denselben Kurs verfolgt er für die gesamte ARD, deren Vorsitzender er noch bis Ende des Jahres ist. So fällt Hagers Bilanz, sehen wir von dem Kommunikationsdesaster im Umgang mit einem Antisemitismusvorwurf bei der Moderation eines Programms einmal ab, durchaus positiv aus. Die Rundfunkräte hatten Grund, seine Amtszeit – die jetzige endet im kommenden Frühjahr – gleich im ersten Wahlgang zu verlängern.

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