Impfallianz Gavi: USA geben Mittel für internationale Impfallianz frei

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Die US-Regierung hat 600 Millionen US-Dollar für die Unterstützung ärmerer Länder bei Impfungen freigegeben. Das Geld machen sie von einer Bedingung abhängig.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters, 30. Juli 2026, 6:49 Uhr

Gavi Impfallianz USA Robert F. Kennedy Jr. Thiomersal
Die internationale Impfallianz Gavi unterstützt Länder weltweit bei der Bereitstellung von Impfstoffen. © Aubin Mukoni/​AFP/​Getty Images

Die US-Regierung gibt laut eigenen Angaben 600 Millionen US-Dollar für die globale Impfallianz Gavi frei. Das vom Kongress bewilligte ​Geld war wegen unbegründeter Sicherheitsbedenken ⁠von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy ​Jr. zurückgehalten worden. Die Allianz Gavi in Genf unterstützt die ärmsten Länder der Welt ​bei der Beschaffung von Impfstoffen, etwa gegen Masern und Diphtherie.

Kennedy hatte die US-Zahlungen im Juni 2025 mit der Begründung eingestellt, ⁠Gavi ignoriere Sicherheitsrisiken ​durch den quecksilberhaltigen Konservierungsstoff Thiomersal. Impfgegner behaupten ‌seit Jahrzehnten, der Stoff stehe im Zusammenhang mit Autismus, ​obwohl zahlreiche Studien dies widerlegt haben. Kennedy ist ein seit langem bekannter Impfgegner. 

Die USA waren zuvor mit rund ​13 Prozent aller zur Verfügung gestellten Mittel einer der größten Geldgeber von Gavi. Zur Begründung für die ‌jetzige Freigabe teilte das US-Außenministerium mit, dass Gavi sich verpflichtet habe, ⁠auf quecksilberfreie ​Impfstoff-Alternativen umzusteigen. Auch Deutschland ist ‌ein wichtiger Geldgeber der Impfallianz.

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