Union und SPD wollen das GEG – das sogenannte Heizungsgesetz – in den kommenden Wochen durch ein neues Gesetz ablösen, das auch die Verwendung von Öl und Gas zur Energieerzeugung wieder einfacher machen soll. Wie bewerten Sie das?
Das ist kein gutes Signal. Die Umstellung von Öl und Gas auf grünere Energieträger ist nach allem, was wir wissen, eine der einfachsten und kostengünstigsten Maßnahmen im Gebäudesektor. Hier sollte die Politik zumindest nicht bremsen, sondern für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen. Gleichzeitig brauchen wir ein Umdenken bei den baulichen Vorgaben: Immer höhere Dämmstandards klingen gut, rechnen sich aber oft weder wirtschaftlich noch ökologisch – vor allem, wenn sie am realen Nutzerverhalten vorbeigehen. Entscheidend ist, mit vertretbarem Aufwand möglichst viel CO₂ zu sparen. Und da ist eine klimafreundliche Energieversorgung häufig der wirksamere Hebel.
Hinweis: Dieses Interview erschien erstmals im März 2026 bei der WirtschaftsWoche. Wir haben es aktualisiert und zeigen es aufgrund des Leserinteresses erneut.

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