heise+ | Elektroautos laden: Den rollenden Speicher wirtschaftlich nutzen

vor 1 Woche 3
  1. Elektroautos laden: Den rollenden Speicher wirtschaftlich nutzen
    • Hyundai, Volkswagen und Renault mit V2L
    • V2L für Handwerker oder auf dem Campingplatz
    • Das Elektroauto als Marktteilnehmer an der Strombörse
    • Bis zu 720 Euro jährlich
  2. Bidirektionales Laden: Ein Baustein sind intelligente Messsysteme

Ein Puzzle ist eine Geduldsübung: Es kann einen zur Verzweiflung treiben, wenn alle Teile vollzählig vorhanden sind, aber kein geschlossenes Bild ergeben. Irgendwann finden sich zwei oder drei Puzzlestücke zusammen, und plötzlich geht es mit wundersamer Geschwindigkeit voran. In dieser Übergangsphase befindet sich das bidirektionale Laden – kurz vor dem Durchbruch, voller Erwartung – wegen der Zusammenführung weniger, noch übriger Teile.

  • Macht Strom aus dem E-Auto für Geräte oder netzdienliche Funktionen nutzbar
  • Ermöglicht über die E-Auto-Batterie vom Stromhandel zu profitieren
  • Bietet Potenzial für wachsenden Schwarmspeicher zur Netzstabilisierung

Elektroautos haben eine Traktionsbatterie, die Strom speichert und wieder freigibt. Diese Fähigkeit ist vielfältig nutzbar: Besonders attraktiv ist die Idee, dass das E-Auto an der Strombörse Geld verdient. Alle Funktionen des bidirektionalen Ladens werden unter der Abkürzung V2X zusammengefasst. Gemeint ist, dass die Traktionsbatterie unterschiedliche Abnehmer versorgen kann: Vehicle To X, und X ist die Variable.

Bekannt und etabliert ist zum Beispiel V2L (Vehicle To Load) für externe elektrische Geräte. Bisher war V2L besonders von Hyundai und Kia bekannt, wo es in nahezu allen Modellen ab dem mittleren Ausstattungslevel serienmäßig ist. Entweder kommt die elektrische Energie außen über einen Adapter in der Ladebuchse zum Endgerät, oder es bezieht den Strom über die innen installierte Steckdose.

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