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E-Auto Hyundai Ioniq 6 im Test: Liebe auf den zweiten Blick
- Luftwiderstandsoptimiert statt elegant
- Kleiner Kofferraum
- Viele haptische Tasten
- Infotainment: Übersichtlich, aber nicht mehr ganz taufrisch
- Nicht empfehlenswert: Kameras statt Außenspiegel
- Murks: ausfahrende Türgriffe
- Kleine funktionale Mängel
- Test Hyundai Ioniq 6: Fahrverhalten, Assistenten, Ladeleistung
- Technische Daten: Hyundai Ioniq 6 168 kW N Line X
- Preisliste: Hyundai Ioniq 6 168 kW N Line X
Es gibt Testwagen, die nach der Abgabe eine Lücke im Fuhrpark der Redaktion hinterlassen. Selten sind das für mich jene Autos, von denen es einige Leser spontan vielleicht erwarten würden, also jene Spitzenklasse, bei der Hersteller aus dem Vollen schöpfen oder dies zumindest könnten. Vielmehr sind es die, die mit schlau eingesetztem Entwicklungsbudget eine runde Vorstellung abliefern. Andere mögen schneller laden, besser federn oder noch mehr Infotainment-Zeug bieten, doch der Gesamteindruck kann sehr wohl auch diesseits von Superlativen harmonisch sein. Der Hyundai Ioniq 6 ist seit ein paar Jahren auf dem Markt, wurde 2025 überarbeitet und trat zum Test als Hecktriebler mit 168 kW-Motor und 84-kWh-Batterie an. Hat er das Zeug zu einem unerwarteten Herzensbrecher?
- Seit Anfang 2023 auf dem Markt
- 4,93 m lang, 1,88 m breit, 1,50 m hoch
- Antriebe von 125 bis 239 kW
- Batterien mit 63 kWh und 84 kWh
- Preis ab 45.550 Euro
- Größte Stärke: Harmonisches Fahrverhalten
- Größte Schwäche: Kleiner, unpraktischer Kofferraum
Luftwiderstandsoptimiert statt elegant
Optisch mit ziemlicher Sicherheit schon mal nicht: Mit der Modellpflege hat Hyundai das Heck minimal weniger polarisierend gestaltet, doch während des Tests fand sich niemand, der dem Ioniq 6 spontan eine wie auch immer geartete Schönheit unterstellt hätte. Erschwerend kommt aus meiner Sicht eine Kontrastlackierung hinzu, die sich nur umgehen lässt, wenn man das ganze Auto in Schwarz bestellt. Die Limousine ordnet ihre Gestaltung einem geringen Luftwiderstand unter. Im Ergebnis sollen es 0,21 sein, was sich insbesondere auf der Autobahn in Form eines geringen Verbrauchs auszahlen sollte.
Kleiner Kofferraum
Die fraglos eigenwillige Form hat zudem einen Preis. Die Limousine ist mit 4,93 m fast so lang wie eine Mercedes E-Klasse und dank eines Radstands von 2,95 m gibt es vorn wie hinten auch reichlich Platz. Doch der Kofferraum ist mit 401 Litern kaum größer als der eines erheblich kürzeren VW ID.3 (Test), und durch die kleine Klappe auch nur mühsam zu beladen. Da tröstet dann auch nur wenig, dass die Ablage unter der vorderen Haube in den beiden Ioniq 6 mit Heckantrieb immerhin 45 Liter fasst. Für ein derart großes Auto bietet die Limousine nicht viel Platz fürs Gepäck.
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