Gwyneth Paltrow: Tochter Apple Martin vergleicht Aufwachsen mit Foucaults Werk

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Als Tochter oder Sohn eines Promis aufzuwachsen, das sucht man sich nicht freiwillig aus. Die Kinder werden, ohne eine Wahl zu haben, vor den Augen der Öffentlichkeit groß. Stets liegt der Vergleich zu den Eltern nahe: Ist sie ebenso talentiert wie ihre Mutter? Hat er die Gene seines gutaussehenden Vaters geerbt?

Klar, mit dem unverhofften Ruhm kommt meist auch Reichtum einher – da muss womöglich nicht zu viel Mitleid aufkommen. Doch etwas unwohl wird einem bei dem Vergleich schon, den die heute 20-jährige Apple Martin, Tochter von Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow, 52, und Coldplay-Frontmann Chris Martin, 48, im Gespräch mit dem »Interview«-Magazin  zieht. »Ich erinnere mich, dass ich ›Überwachen und Strafen‹ [von Michel Foucault] gelesen habe – ein tolles Buch, in dem es um den Überwachungsstaat geht. Es fühlte sich so an, als wäre ich damit aufgewachsen, was wirklich beängstigend ist und mir Angst bereitet, Fehler zu machen«, sagt die Promitochter im Gespräch.

Die Aufmerksamkeit, die sie schon als Kind erfuhr, habe sie abgeschreckt, »irgendetwas in der Öffentlichkeit zu machen«. Ihr Instagram-Profil mit knapp 1800 Followern hat Martin wohl auch deshalb auf privat gestellt – und sich vom »Interview«-Magazin nur in einer Mode-Fotostrecke ablichten lassen, weil sie vor zwei Jahren als Praktikantin bei dem US-amerikanischen Magazin war.

»Ich erinnere mich daran, dass jemand einen Tag vor Beginn herausgefunden hatte, dass du eine ›Interview‹-Hospitantin wirst und sich das auf Social Media herumgesprochen hat«, sagt Chefredakteur Mel Ottenberg, der das Gespräch mit Martin geführt hat, im Interview. »Oh mein Gott, ich frage mich, ob ihre Mutter jetzt denken wird, dass ich das allen erzählt habe«, habe er sich damals gedacht.

Im Interview streifen die beiden sämtliche Themen: plaudern über Studierendenpartys, die Cover-Storys von Martins Eltern und über ihre Zukunftspläne. Mit Blick auf ihr Aufwachsen habe sie gedacht, »dass die Welt nicht noch ein Promikind braucht«, erzählt sie.

Letzteres hat Martin offenbar dennoch nicht davon abgehalten, vergangenen Dezember beim »Bal des Débutantes« in Paris teilzunehmen: einer Veranstaltung, bei der Töchter einflussreicher Familien symbolisch in die Gesellschaft eingeführt werden. Bescheidene Worte hin oder her.

Zukunftspläne: Anwältin oder Schauspielerin?

Aktuell studiert sie an der Vanderbilt-Universität in Nashville Rechtswissenschaften, Geschichte und Gesellschaftswissenschaften – und ist Teil der Theatergruppe »Vanderbilt Original Cast«. »Ich liebte das Schauspielern, war aber unsicher und nervös, also dachte ich: ›Oh mein Gott, wenn ich Anwältin bin, kann ich bei Gerichtsverhandlungen auf der Bühne performen‹«, erinnert sich Martin im Gespräch.

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