Groß angelegte Studie: Weit verbreitete Diskriminierung

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Diskriminierung betrifft einer großen Umfrage zufolge zahlreiche Menschen in Deutschland und zieht sich durch alle Lebensbereiche. In der am Dienstag veröffentlichten Erhebung gaben 13,1 Prozent der Befragten an, in den vorangegangenen zwölf Monaten entsprechend benachteiligt worden zu sein. „Diskriminierung ist in Deutschland kein Einzelfall, sondern ein Massenphänomen“, sagte die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, und forderte gesetzliche Konsequenzen. Der Anteil der Betroffenen in der Befragung entspreche rund neun Millionen Erwachsenen in ganz Deutschland.   So berichteten Frauen mit einer Wahrscheinlichkeit von 16,1 Prozent über Diskriminierungserfahrungen, bei den Männern waren es nur 9,8 Prozent. Für Menschen mit Migrationshintergrund lag die Wahrscheinlichkeit, diskriminiert zu werden, bei 21 Prozent, bei Menschen muslimischen Glaubens waren es 28,6 Prozent. Für transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen wurde eine Wahrscheinlichkeit von 31,8 Prozent errechnet, für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten waren es 17 Prozent. Für die Untersuchung im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wurden Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel verwendet. Es werden für diese Langzeitstudie jedes Jahr etwa 30.000 Menschen befragt.

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