Die Europäische Union prüft Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA. Geplant sind Strafzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro oder Einschränkungen für amerikanische Unternehmen auf dem europäischen Markt. Hintergrund sind Drohungen von Donald Trump gegenüber NATO-Verbündeten, die seine Pläne zur Übernahme Grönlands ablehnen. Dies gilt als die schwerste Krise in den transatlantischen Beziehungen seit Jahrzehnten.
Die EU-Botschafter haben sich einem Insider zufolge am Sonntagabend noch nicht auf die Verhängung neuer Gegenzölle für die USA geeinigt. Wenn es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits wegen Grönland geben sollte, würden allerdings die bereits im Juli designierten Gegen-Strafzölle im Volumen von 93 Milliarden Euro etwa für US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel automatisch am 6. Februar in Kraft treten, sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters.
Auslöser ist die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. Februar einen zusätzlichen 10-prozentigen Zoll auf Waren aus bestimmten EU-Ländern zu erheben, wenn sich die EU gegen einen US-Kauf des zu Dänemark gehörenden Grönlands wehrt. Deutschland und weitere europäische Staaten hatten empört auf die Drohung reagiert und Widerstand angekündigt.
In Kürze mehr bei SPIEGEL.de

vor 16 Stunden
1










English (US) ·